11.08.22 3/4 gesund

Juchu, das kleine Kind ist freigetestet! Ich hoffe, es bleibt dabei und die ganze Trennerei zahlt sich aus.

Morgens habe ich K1 noch alleine zur Schule begleitet, dann waren wir beim Test und Mittags konnte ich mit K2 im Buggy zusammen K1 von der Schule abholen. Schön! Noch ein Erster-Schultag-Eis für alle, dann nach Hause. (Don‘t judge me, ohne diese doofe Infektion wäre K1 jetzt schon morgens und Nachmittags in der OGS und die wenigen schönen Dinge, die durch den Kack möglich werden, nehme ich dann auch wahr. So.)

So, dann wurde es… interessant, mit 2 Kindern, die seit ungefähr Anfang Juli nicht mehr so viel Zeit zu zweit verbracht haben. K2 ist, wie immer, sehr… körperbetont, wenn sie jemanden mag, kuschelt sie sich halt an, sucht permanent Hautkontakt, kommt ganz nah. Das kann K1 so gar nicht ab. Die nimmt mich zwei Mal am Tag ganz fest in den Arm, spielt auch mal gern allein und erzählt mir tonnenweise begeistert von Pokémon. Beides okay, beides wundervolle Kinder, aber zuweilen eine explosive Kombination.

Hmpf, ja, ich bin öfter laut geworden, als es mir lieb ist. Aber: Wir haben gemeinsam Netflix geschaut, Just Dance gespielt (da hatte ich Zeit zum Wäsche falten), beide Kinder haben gebadet, mit Wannensnack (kleine Toastbrothappen und Wassermelone) und gemeinsam gelesen haben wir auch und dabei hat K1 nach einem letzten kleinen Streit sehr schöne Dinge zu K2 gesagt.

Ansonsten habe ich gestern etwas Eskapismus betrieben und etwas angefragt, das geklappt hat, und habe unerwartet positive Resonanz von sehr lieben Menschen bekommen. Entschuldigen Sie die Andeutungen, mehr erfahren Sie dann etwa Mitte nächsten Jahres.

So. Eben noch mit Masken und Abstand ne Runde mit dem Mann aufm Balkon gesessen, jetzt bin ich unfassbar müde vom Tag.

10.08.22

So, K1 und ich waren heute Morgen negativ im Schnelltest, also durfte/musste K1 zur Schule. 2 Stunden nur, und keine OGS. Ist eigentlich auch ein guter Wiedereinstieg für sie.

Der Rest des Tages: Freitesttest für K2 buchen, Bastelkrams der Kinder konsolidieren und entrümpeln, Essen kochen, Hausaufgaben, mit K1 spielen, K2 endlich aus dem Isolationsschlafzimmer befreien, mit K2 draußen mit Straßenmalkreide und Wasser spielen (gibt sehr gut färbende Matsche), K2 duschen, Abendessen machen, mit meiner Mama telefonieren, mit K1 spielen und reden, K1 ins Bett bringen. Gleich noch kurz mit dem Mann auf Distanz mit Masken auf dem Balkon sitzen.

Es ist so fucking anstrengend. Aber das bewusste Spielen mit den Kindern war wieder sehr schön.

09.08.22 Maskenkack

Gnaaaah, ich kann das Masketragen nicht mehr leiden, so nützlich sie auch sind. Ich bin auch einfach gar nicht gut darin, mir Möglichkeiten zur Naheungsaufnahme zu schaffen. Soll heißen: Wenn ich zu Hause fern sehe oder spiele oder am Computer arbeite, stelle ich mir was zu Essen und Trinken hin und esse, das klappt. Wenn ich arbeite und dauernd aufstehen muss oder im Labor bin, wird das schon schwieriger. In der Babyzeit habe ich bei beiden Kindern ziemlich abgenommen, weil Stillen und erst gehen keine Heißgetränke weil dauernd Baby aufm Arm, dann muss man alles dauernd wegstellen oder hochstellen, dann muss man diskutieren ob und wie viel das Kind abhaben darf (das gerade nen Teller Brei gegessen hat). Aber mit Maske ist es mir schier unmöglich. Klar, wären wir nur zu zweit hier, könnte ich momentan einfach woanders hin gehen. Aber der Mann hat heute Vormittag geschlafen, K1 war im Kinderzimmer, das infizierte K2 bei mir im Wohnzimmer und ich hab es einfach 5 Stunden nicht hinbekommen, mit die Zeit zu nehmen, irgendwo hinzugehen wo ich mal eben was essen kann. Andere hätten das gekonnt, sicherlich, so schlimm ist das hier nun auch alles nicht, die Kinder können sich mittlerweile echt gut alleine beschäftigen. Aber *mir* fällt sowas unfassbar schwer. Vielleicht bin ich eventuell auch echt nicht auf der Höhe, ich wollte mich nach dem Mittag kurz hinlegen und war so erschöpft, dass ich einfach ne halbe Stunde im Halbschlaf da gelegen habe und mich partout nicht rühren konnte. Aber, zu Ihrer Beruhigung: Als der Mann wach war, hat er K2 übernommen und dann konnte ich auch in Ruhe essen und trinken und habe das auch getan. Jetzt ist Abend und alle sind satt und müde.

Ich bin ein bisschen traurig, dass wir die sonnigen Tage nicht mehr für Ausflüge nutzen konnten, aber das gemeinsame Essen mit K1 und die viele Zeit auf dem Balkon, den ich sehr mag, die ist schön. Ich versuche, mir für jedes Kind mindestens ein Mal am Tag Zeit zu nehmen und irgendwas ohne nebenbei surfen, aufräumen, erledigen zu machen. Heute war das Wasserfarben malen mit beiden (mit Masken), Lego bauen mit K1, mit beiden jeweils einzeln „Training“, also unsere Klettergeräte nutzen. Über die bin ich auch extrem froh.

Der Mann macht mir große Sorgen, ich hoffe es wird bald besser und er kann sich einigermaßen so ausruhen, wie er es braucht. Und ich hoffe weiterhin, dass K1 und ich um die Infektion drumrumkommen oder es bei mir zumindest so lange dauert, dass es dem Mann wieder etwas besser geht. Mangels Kontaktquarantäne ist morgen wieder Schule, zumindest wenn K1 und ich morgen beide im Schnelltest negativ sind. Eigentlich sogar, wenn ich auch Corona hätte, aber dann ist einfach niemand da, der sie bringen kann, nicht mal die Oma, denn die hat ja… Corona.

08.08.22 Tilt

Uff, ich bin fix und fertig.

Arbeit ist geklärt, Schule ist geklärt, so weit so gut.

Dem Mann geht es weiterhin dreckig, K1 und ich sind weiterhin negativ.

Die Kinder mögen so langsam nicht mehr voneinander getrennt sein und nur in bestimmte Räume dürfen. Es ist einfach ätzend, echt.

Und ich? Naja, knapp 7000 Schritte an einem Tag, an dem ich nur ein Mal draußen war (ich darf ja, Quarantäne gibts nicht mehr, nur noch Isolation) um Medikamente für den Mann vom Arzt zu holen, ist schon ne Hausnummer. Und dabei hatte der Mann noch mehrere Stunden K2 bei sich.

Ich möchte einfach nur schlafen, bis das alles vorbei ist.

07.08.22

Dem Mann geht es ziemlich schlecht. Nicht so, dass wir über Krankenhaus nachdenken würden, aber ich habe ihn in 23 Jahren nicht so krank erlebt. Aber ist ja nur ne Erkältung, ne?!

Das kleine Kind ist dagegen weiter völlig symptomfrei und in der PCR auch nur ganz knapp infektiös. Wobei das ja auch nur eine Momentaufnahme war, und Probennahme bei vierjährigen ist ja auch nicht so einfach. Naja, es bringt nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

K2 war heute von 6 bis 14 Uhr bei mir, damit der Mann in Ruhe schlafen konnte, was er auch tat. Die meiste Zeit ging das auch tatsächlich recht gut, K1 im Kinderzimmer, K2 im Wohnzimmer, Tür abgeschlossen, Balkontür offen und ich mit Maske dabei. Wir haben viel Pokémon Reisen geguckt, opulente Sofakissen-Körbchen gebaut (für „Pikachu“) und gespielt. Irgendwann hatte sie aber… keine Ahnung, dusselige 5 Minuten, Lagerkoller, Tatendrang und hat es zwei Mal geschafft, zu K1 zu kommen, während ich auf Klo war. Arrrgh.

Zum Glück konnte der Mann dann helfen, indem er K2 mit ins Schlafzimmer nahm und sie Tablet schauen durfte. So konnten K1 und ich uns ein paar Stunden frei im Haus bewegen.

Hausarzt-Notdienstbesuch kann der Mann eher nicht so empfehlen, er konnte echt kaum stehen und antworten und das Fazit war „viel Trinken, Vitamine nehmen“ und irgend ein antibakterielles Halsspray auf nem grünen Rezept. Naja. Dafür brauchen wir heute auch keine Notapotheke belästigen.

Fürs Essen bediene ich mich fleißig am Suppendosen-Vorratsregal. Mehr ist gerade nicht drin und alle werden satt. Mehr Essen ist schon für morgen geordert. Gut, dass ich gestern einkaufen war.

Immer, wenn irgendwas richtig kacke ist, und sich mir im Kopf alles dreht, brauche ich äußere Ordnung, damit es in meinem Kopf etwas ruhiger wird. Deshalb sieht der Balkon jetzt exzellent toll aus, alles ist sauber und aufgeräumt, ich habe sogar eine Spinne gefangen und rausgesetzt und K1 und ich essen dort jeden Tag zwei Mal im Freien. Das ist sehr schön.

Morgen wird spannend. Erstmal Selbsttests für K1 und mich und dann entscheide ich, was ich mache. Arbeiten sehe ich mich so derzeit nicht.

06.08.22 2 von 4

Uff.

Heute Vormittag war also Testzentrum angesagt. Der Einfachheit halber waren wir im Drive-In Testzentrum und haben auch gleich auf das Testergebnis des Schnelltests gewartet, denn ein positiver Schnelltest von einer Teststation berechtigt eine*n hier zu einem kostenfreien PCR-Test. Leider nicht nur für K2, sondern auch für den Mann. Ich bin allerdings echt froh, dass wir hier so ein gutes Testzentrum haben, da wurde sogar K2 mit ihren 4 Jahren vernünftig abgestrichen, mit mehreren Versuchen und Lolli-Bestechung.

Den Rest des Tages verbrachten wir getrennt, mit sehr viel Netflix am Tablet für die Kinder, sehr viel Schlaf für den Mann (und Fertigsuppen zu Mittag, gut dass ich die gestern noch gekauft habe) und Balkonputz für mich.

Ansonsten… ja, es ist halt kacke, ich versuche negativ zu bleiben zumindest bis es dem Mann wieder etwas besser geht, ich hab Angst vor nächster Woche und allem und überhaupt. Scheiß Corona.

05.08.22 WMDEDGT August 2022 – Corona Edition

Uff, ein sehr besonderer WMDEDGT-Tag. Mehr wie immer bei Frau Brüllen.

06:20 Die Kinder werden wach, umarmen sich und gehen gemeinsam ins Kinderzimmer um zu spielen. Wurden sie heimlich vertauscht? Ich weiß es nicht. Es ist aber schön. Irgendwann wollen sie frühstücken.

06:50 Die Oma ruft an. Da K1 diese Woche noch keine OGS hat, dürfen heute beide Kinder den Tag bei Oma und Opa verbringen. Aber… sie hat sich gerade positiv getestet. (Ich bin heute sehr dankbar, dass meine Mama und wir da sehr ähnlich drauf sind und sie sich wegen leichter Kopfschmerzen vor dem Enkelbesuch getestet hat.)

07:00 Okay, Schnelltests für alle, man weiß ja nie. K2 wehrt sich, ich überlege noch ob das wirklich nötig ist, wir haben ja keine Symptome, aber K2s Test schlägt nach 30 Sekunden eindeutig an. Die anderen sind bis auf den Kontrollstreifen blütenweiß. Seufz.

Fuck.

07:50 Gedanken drehen sich, wir melden uns bei unseren Arbeitgebern und bleiben heute auf jeden Fall beide zu Hause. Wir setzen Masken auf. Ich bekomme prompt einen Kontaktfragebogen und darf frühestens, nachdem K2 seit 3 Tagen negativ ist und wenn ich keine Symptome habe, mich mit einem Schnelltest testen – erst dann darf ich wieder vor Ort kommen. Ich mag meine Arbeit und ahne, warum wir bisher von größeren Ausbrüchen verschont geblieben sind.

Ich hatte heute eigentlich was im Labor zu tun und kläre mit den Kolleginnen, wer was übernimmt und reiche die nötigen Infos weiter. Auch das klappt wie am Schnürchen.

Am Vormittag gehe ich noch schnell einkaufen, natürlich mit Maske. Kontaktpersonen-quarantäne gibt es hier nicht mehr, ich darf also. Als ich dann noch Reste beim Lieferdienst bestellen will, schnappt mir jemand den letzten Lieferslot am Samstag weg, als ich noch Haferflocken in den Warenkorb lege. Gut, dass ich einkaufen war.

Mittlerweile entwickelt der Mann deutliche Symptome. Der Reihenfolge nach kommt eigentlich die Kita als Quelle am ehesten in Betracht, aber genau wissen werden wir es eh nicht. Wir organisieren Schnelltests und werden morgen nochmal testen und auch den offiziellen Schnelltest für K2 machen. Die Oma hat sich einen PCR-Test organisiert. Dann schauen wir mal.

Ich arbeite so gut es geht weiter, iPads sei Dank. Der Mann räumt auf, kümmert sich um die Kinder und schläft ein wenig. Zum ersten Mal freue ich mich über die zwei Balkontüren, die wir haben: so kann nämlich K1 die Wohnzimmertür abschließen und dort ohne Maske spielen und wir kommen trotzdem über die Balkontür zu ihr, falls was ist. K2 kann aber nicht unbeobachtet zu ihr kommen (weil sie die andere Balkontür noch nicht alleine aufmachen kann).

Das Wetter, so schlecht das für die Vegetation hier sein wird, sagt für die nächsten 10 Tage Sonne voraus. Wir richten uns also so ein, dass Mann und K2 in der Küche, ich und K1 auf dem Balkon essen. So muss niemand alleine sein – dafür sind die Kinder einfach noch zu klein.

Das Wochenende sollten wir so einigermaßen überstehen – was danach ist, werden wir sehen, besonders wenn die Schule anfängt. Mir graut es schon davor, aber es ist jetzt halt so. Ich bin zumindest froh, dass wir 4 bzw. 3 Impfungen und alle Sommerurlaube ohne Infektion hinter uns gebracht haben. Es war eine Frage der Zeit.

04.08.22 Gedöns

Immernoch heiß. Ab morgen wird es nochmal ein paar Tage angenehm warm, danach wieder heiß.

Heute Arbeit, dann Termin, dann war ich um 18:05 zu Hause und K2 so müde, dass ich mit ihr gekuschelt habe, dann ausführlich Bücher gelesen und um kurz nach sieben ist sie innerhalb zweier Gute-Nacht-Lieder friedlich eingeschlafen. Der Mann berichtet, dass der Rest des Tages nicht so friedlich war. Armes Baby, sie kann einfach grad nicht anders.

So richtig Appetit will sich bei den Temperaturen auch nicht einstellen. Da fällt mir ein: Trinken wäre vielleicht nicht verkehrt.

03.08.22 Heiß

Es ist heiß und die Arbeit hat Eis für alle springen lassen. Juchu!

Labortag war heute praktisch, weil klimatisiert. Allerdings war ich 9 Stunden da. Das mit der Arbeitszeitreduktion üben wir nochmal, 3 Stunden weniger Sollarbeitszeit und 3 Überstunden, hupsi. Das Gute ist aber, dass ich diese 3 Stunden eben abfeiern kann (eine davon morgen), sonst hätte ich gerade mal mein Soll erfüllt. Alles gut also.

Zu Abend habe ich von der Bahn aus Pizza geordert. Zu heiß zum kochen. Ich bringe gerade die Kinder ins Bett und zu dritt im Zimmer mit geschlossenem Fenster ist einfach zu heiß. Ächz. Kann ich das Meer nochmal sehen?

02.08.22 Homeoffice

Gut, dass ich heute nochmal Homeoffice machen konnte – der Mann muss jetzt auch wieder regelmäßig ins Büro und K1 hat ja, wie schon gesagt, diese Woche noch keine OGS.

Das war, dank Schulkind und keiner Hausaufgaben, auch sehr entspannt. Sie durfte mehr Fernsehen als sonst, hat aber immer wieder Pausen gemacht und nach dem Mittagessen waren wir eine kleine Runde spazieren. Danach habe ich das Wasserspielzeug auf den Balkon gestellt, es sind mal wieder 27°C draußen.

Außerdem genieße ich weiterhin die Extrastunde, die ich jetzt für Carearbeit und Freizeit habe. Trotz sehr langer Mittagspause konnte ich abends noch den Balkon versorgen (die Erbsen mussten raus), mit K2 spazieren gehen, Wäsche vorsortieren, Mittag- und Abendessen machen und wegräumen, Spülmaschine ausräumen und so weiter.

Der Mann schrieb gestern, K2 müsste mal wachsen, damit der ganze Frust wieder in die reinpasst und nicht dauernd oben raussprudelt. Ich finde das ein sehr passendes Bild. Aber wenn sie keinen Frust hat, ist sie schon sehr knuffig. Sie wollte Tomatensauce zu ihren Nudeln und sagte „Die… die… die… die geschmolzenen Tomaten, Mama!“ – Aaawww.