Wintersonne

Endlich wieder Sonne!

Nachdem es eigentlich den ganzen bisherigen Winter mild, aber bedeckt war (bedeckt heißt hier im Ruhrpott: Kein Fleckchen Himmelzu sehen, dichte Wolkendecke bis zum Horizont), wird es jetzt im Februar endlich nochmal knackig kalt und sonnig. Also hatte ich der Tochter gestern versprochen, mit ihr zum Spielplatz zu gehen. Dick eingepackt ging es gleich vom Außengelände der Kita – die waren nämlich auch draußen – mit dem Laufrad zum nahegelegenen Spielplatz, um das Wetter so richtig auszukosten.

Die Bilder täuschen, es waren richtig viele Kinder da, ich habe fürs Internet nur solche ausgesucht, bei denen keine anderen Kinder zu sehen sind. Hier auf der Hängebrücke sind zum Beispiel zeitweise vier Kinder herumgeturnt:

Zum Schluß hat die Tochter sich auf die große Schaukel getraut:

Nach gut eineinhalb Stunden Schaukeln, Wippen, Buddeln, Klettern war die Kleine so müde, dass sie nach der Autofahrt von sich aus vorschlug, ich solle doch bitte einen Kinderwagen aus dem Keller holen und sie damit abholen. Das war mir für die 25 Meter vom Auto zum Haus dann doch etwas aufwendig, also durfte sie ausnahmsweise (wegen meiner Symphysenlockerung geht das im Moment nur selten) auf den Arm. Nach einer Banane und einer Riesenportion Nudeln mit Tomatensauce hat sie dann auch um Punkt Acht Uhr geschlafen.

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Kinderkunst am Sonntag

Als Karnevalsmuffel haben wir den heutigen Sonntag daheim verbracht, den Hagelschauer vom Balkonfenster aus beobachtet und uns etwas der Wohnungsentrümpelung hingegeben (Nestbau galore!).

Der Spaß darf am Wochenende natürlich auch nicht zu kurz kommen, und so ergab sich, als wir uns um die jährlichen Fuß- und Handabdrücke der Tochter kümmerten, dieses Fuß-, äääh, Fingermalfarbenprojekt:

Die Tochter hatte einen Riesenspaß, erst im Stehen mit der glitschigen Fingermalfarbe unter den Füßen herumzurutschen und dann im Sitzen die Farben ordentlich zu vermischen.

Aber jetzt zu den Fuß- und Handabdrücken, die wir jedes Jahr irgendwann im Winter machen (auf 30×30 cm Cardstock):

Letztes Jahr war das Projekt noch eher abenteuerlich zu realisieren (Überall Farbe! Wie, ich soll nicht mit den Händen auf dem Papier herumwischen?), dieses Jahr konnten wir ihr erklären was wir vorhaben und sie hat das ganz problemlos mitgemacht. Hinterher war sie richtig stolz auf ihre glitzrigen Fußabdrücke.

Hier der Vergleich, 2 Wochen zu 3 Jahre alt:

Hach, irre, oder?

Den Rest des Tages haben wir, wie gesagt, mit Entrümpeln der Wohnung und ganz viel Spielen (Eisenbahn, Tempo kleine Schnecke, Kindergartenlieder singen), Fotoalben schauen, Baden und leckerem Essen verbracht.

Durch fehlenden Mittagsschlaf war die Tochter dann entsprechend müde und doch tatsächlich um kurz nach sieben schon eingeschlafen, momentan klappt das Einschlafen wirklich verdächtig gut im Hause Wunnibar! Wir werden den Abend jetzt noch fürs Lego bauen nutzen.

Morgen dann: Rosenmontagsumzug, bei uns fast vor der Haustür! Da werden wir trotz fehlendem Karnevalsgen hingehen, wenn das Wetter einigermaßen mitspielt.

Schwangerschaftswoche 25

Diese Woche war mal wieder Zeit für die vierwöchentliche Kontrolluntersuchung.

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Es ist immer noch alles wie es sein soll – Hurra! – die Maße sind in Ordnung, alle etwas aam „unteren Ende“, also ein recht zartes Baby. Ich hatte nichts anderes erwartet, das war bei der großen Tochter genauso. Auch auf meiner „Seite“ gibt es keinen Grund zur Besorgnis.

Besonders gefreut hat mich, aus Gründen™, dass zumindest im Moment das Köpfchen unten im Becken liegt. Interessant, denn die große Tochter  hatte seit der 24. Woche in Beckenendlage gelegen und ich hätte gedacht, dass der Unterschied größer ist, was die Kindsbewegungen und so angeht. Ich hätte jetzt gedacht, es liegt immer noch anders herum. Ich weiß, dass es noch sehr früh ist und es sich noch mehrmals drehen kann, aber es tut mir trotzdem gerade gut.

Diese Woche waren wir außerdem auf einem Informationsabend in dem Krankenhaus, das wir uns ausgesucht haben, und zur Vorbereitung habe ich mich endlich überwunden, einen Blick in das Geburtsbuch von Nora Imlau zu werfen, denn eines habe ich gelernt: Informiert sein ist wichtig! Das Buch kann ich übrigens nur empfehlen.

Auf dem Informationsabend sprachen eine Neonatologin, eine Hebamme und eine Krankenschwester über die Geburtshilfe und wie einige Abläufe dort sind und es gab die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Das, was ich dort hörte, hat mir zumindest gut gefallen. Wir haben also höchstwahrscheinlich eine Klinik gefunden!

Jetzt heißt es erstmal: Abwarten und nicht verrückt machen lassen (Kann ich ja genau so gut wie Ausruhen. Gar nicht.)

Die Symphysenlockerung ist noch da, aber dank Symphysengurt und etwas Schonung deutlich erträglicher. Trotzdem merke ich noch schnell, wenn ich mich überanstrenge.

Meine Maße: 92-93-98, ich werde zylinderförmig!

Das Schwangerenschwimmen macht Spaß, erste Anschaffungen (Trage! Tragetuch! Zweite Wickelauflage!) sind auch schon getätigt, einige stehen noch an. Ich habe einen Termin für ein Babybauchshooting vereinbart und Schnittmuster für klitzekleine Babykleidung ausgeschnitten.

So kann es weitergehen!

Kita-Karneval 2018

Wir beide sind ja keine Karnevalisten – aber Kostüme finden wir trotzdem toll, nur halt lieber als Cosplay.

Die Tochter hatte diese Woche Karnevalsfeier in der Kita und sich ein ganz tolles Kostüm ausgesucht:

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Link!

Die Spiele kennt sie natürlich noch nicht, wohl aber unsere Amiibo-Figuren, darunter auch mehrere Male Link (Ocarina of Time, Wind Waker, Twilight Princess, Breath of the Wild…), der es ihr am meisten angetan hatte. Ihr Kostüm ist an die Wind Waker-Version angelehnt, die super geeignet für ein Kinderkostüm ist. Die anderen Kinder hatten auch echt tolle Verkleidungen – Zauberinnen, Monster, Tiger und Tigerinnen (heißt das so?), Dinosaurier… es wurde gemeinsam gefrühstückt und zu Karnevalsmusik gefeiert. Das hat die Kita wirklich toll gemacht.

In dem Sinne: Helau und Alaaf!

WMDEDGT Februar 2018

Hallo zusammen zum allmonatlichen Tagebuchbloggen bei Frau Brüllen!

6:30 Wie ja schon geschrieben, bin ich wegen meiner Symphysenlockerung erstmal krank geschrieben. Der Morgen fängt trotzdem ganz normal an, wir schlurfen ins Bad um uns fertig zu machen und irgendwann kommt die Tochter dazu. Die möchte erstmal ganz dringend Haferflocken mit Rosinen und Milch frühstücken – kein Problem. Der Mann verschwindet um viertel vor sieben in Richtung Arbeit und wir beiden machen uns weiter fertig. Eigentlich hätten wir super früh in der Kita sein können, ich möchte aber erst um Acht da sein, wenn ihre Erzieherinnen auf jeden Fall da sind.

8:00 Ich gebe die Tochter in der Kita ab. Sie möchte eigentlich noch weiter getragen werden, muss sich wegen meiner Hüfte aber mit Laufen an der Hand und einem ganz festen Knuffel zufriedengeben. Das reicht auch. Auf dem Heimweg hole ich mir noch ein frisches Brötchen.

8:30 Erstmal noch was frühstücken. Dann fange ich aus Nostalgiegründen mal wieder an, Breaking Bad zu schauen.

Das habe ich nämlich auch gesehen, als ich in der Schwangerschaft mit der großen Tochter mal krank geschrieben war (allerdings nicht so lange wie dieses Mal). So ruhe ich mich ein wenig vom Morgen aus, der ging mir nämlich wieder ziemlich auf die Hüfte. Irgendwann setze ich mich wieder hin und schneide Schnittmuster zu, ich möchte nämlich mit dem Nähen anfangen. Schnittmuster und Stoff sind schon gekauft, die Nähmaschine kann ich vorerst von meiner Mama leihen bis ich weiß, ob das wirklich ein regelmäßiges Hobby von mir wird. Zwischendurch wasche ich etwas Wäsche. Die Wäscheflut KÖNNTE eventuell daran liegen, dass der gekaufte Stoff schon komplett vorgewaschen ist (hust).

12:00 Ich mache mir Mittagessen – Nudeln vom Vortag, angebraten mit Ei, und ein Feldsalat mit Tomaten. Danach versuche ich, ein wenig zu erledigen, organisiere die Betreuung der Tochter für morgen Abend – da findet nämlich ein Info-Abend für Schwangere in dem Krankenhaus statt, in dem ich entbinden möchte – und lege Wäsche zusammen. Das reicht mir schon für den Nachmittag, mehr geht gerade nicht.

15:20 Auf geht’s zur Kita, die Tochter abholen. Alle Gruppenräume sind schon aufgeräumt und die Kinder (trotz 0°C) noch draußen und spielen. Super! Die Tochter erzählt mir begeistert von Wippe und Sandkasten. Auf der Heimfahrt reden wir darüber, dass das Baby, wenn es da ist, eine Babyschale fürs Auto bekommt und wer dann auf welchem Platz sitzen wird (Spoiler: Wünsche kann sie äußern, aber das entscheiden wir). Zu Hause beginne ich, das letzte bisschen Wäsche frisch aus dem Trockner zusammenzulegen. Die Tochter protestiert und möchte ihre eigenen Sachen bittedanke selbst zusammenlegen. Von mir aus gern!

Nachdem das auch erledigt ist, machen wir im Kinderzimmer die aktuelle Lieblings-CD an und tanzen zu den Mitmachliedern. Das ist momentan eine der Lieblingsbeschäftigungen der Tochter. Sie kann ganz schön viel Text auswendig und macht auch die Bewegungen richtig mit, ich finde das toll! Dann packen wir für die Musikschule.

17:10 Der Mann kommt von der Arbeit und entschwindet gleich wieder mit der Tochter in Richtung Musikschule. Ich bereite das Abendessen vor und ruhe mich noch ein wenig beim Blogartikel schreiben aus. Trotz Symphysengurt ist die Hüfte so langsam echt fertig für heute.

19:10 Meine beiden sind aus der Musikschule wieder da, haben frische Brötchen mitgebracht und wir essen gemeinsam Abendbrot. Der Mann ist heute mit Bettfertig machen dran und ich bringe die Tochter ins Bett. Wir lesen heute drei Bücher, kuscheln und erzählen dann noch ein wenig. Dann schlafe ich neben ihr ein. Irgendwann kommt es dem Mann doch sehr lang schon sehr still vor und er weckt mich. Jetzt noch schnell WMDEDGT schreiben, wir haben noch kurz Zeit um zu reden und etwas zu entspannen und gleich geht es auch für uns ins Bett.

Nichts geht mehr

 

Meine Woche hat eigentlich ungemein produktiv angefangen.

Endlich standen mal wieder Dienstreisen an. Die liefen sogar ziemlich gut:

Die Arbeit hat wirklich Spaß gemacht, ich habe ein paar Sachen hinbekommen die ich mir vorgenommen hatte, konnte Fragen beantworten und fühle mich so langsam kompetent (und bin froh, dass ich aus der Forschung raus bin).

Nach 17 Stunden außer Haus (nicht so lange arbeiten, aber halt einmal durch die halbe Republik fliegen, arbeiten und zurück) und am nächsten Tag 12 Stunden tat aber die Hüfte doch ordentlich weh, zudem hatte ich wegen krankem Kind, schmerzender Hüfte und Gedankenkarussell schon seit Wochen höchstens 5 Stunden pro Nacht geschlafen.

Ich strich also die Segel und begab mich zur Ärztin, eigentlich dachte ich ein paar Tage Ruhe werden es schon richten… dann stand plötzlich Beschäftigungsverbot im Raum und jetzt sitze ich hier mit 3 Wochen Krankenschein, einem Symphysengurt (sexy!) und der Order, mich zu schonen. Mein persönlicher Endgegner!

Gestern hat das Ganze eher mittelmäßig geklappt, ich habe noch Blumen und ein kleines Geschenk für einen Geburtstag besorgt und im Vorbeigehen reduzierte Umstands- und Stillkleidung bei H&M mitgenommen. Ich finde die Umstandsmode eigentlich super hübsch und bequem, aber meist denke ich mir dann doch – so viel Geld für vielleicht 6 Monate, in denen man sie wirklich braucht? Für 3, 4 und 7 Euro (statt 20-25 Euro pro Teil) war das aber gar keine Frage. Trotzdem – wenn ich die letzten beiden Tage auch noch gearbeitet hätte, hätte ich mich den Rest des Tages wahrscheinlich überhaupt nicht mehr rühren können.

Ein schlechtes Gewissen habe ich aber immernoch, irgendwie. So lange war ich noch nie krank geschrieben. Schon komisch.

Mal so, mal so

Wieder ein Wochenende vorbei, das letzte im Januar schon! Am Samstag waren wir im hiesigen Tierpark verabredet mit Cousine und Cousin, jeweils mit Familie. Unsere Kinder sind alle innerhalb von 2 Jahren auf die Welt gekommen und ich finde das ganz toll, weil ich an meine Cousinen und Cousins sehr schöne (Kindheits-)erinnerungen habe – von Familienfeiern und Treffen bei meiner Oma bis zu gemeinsamen Kurzurlauben über lange Wochenenden – und ich mir für unsere Tochter wünsche, dass sie ähnliches auch erleben darf. Der Tierpark ist vom Tierbestand her eher klein, eben ein Tierpark und kein großer Zoo, aber mal ehrlich: Es müssen ja nicht immer Elefanten, Giraffen und Gorillas sein – Seehunde, Flamingos, Meerkatzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Eulen und eine Horde Fische sind doch auch einen Besuch wert. Hinzu kommt, dass sich der Tierpark in den letzten Jahren wirklich zu einem Kinderparadies entwickelt hat – es gibt seit letztem Jahr einen riesigen Abenteuerspielplatz mit Angebot für alle Altersklassen, gratis Bollerwagen für die Besucher und dazu einen kleinen aber feinen Imbiss, wobei selbst mitgebrachtes Essen auch erlaubt ist. Zwischen Spielplatz und Imbiss sind reichlich Sitzgelegenheiten und da kann man dann, nachdem man die Tiere gesehen hat, den Rest des Tages wunderbar verbringen. Joa, genau das haben wir eigentlich auch gemacht. Schön war’s! Heute, am Sonntag, war bei uns die Luft raus. Diverser Arbeitsstress, über den ich mich hier nicht auslassen werde, viele Termine und der volle Samstag waren einfach zu viel – der Mann ist erkältet, ich kann in der 24. Schwangerschaftswoche (Seit heute! Woohoo!) auch nicht mehr so, wie ich will, und so haben wir uns mit Kind bespaßen und Nickerchen machen abgewechselt, lecker gekocht und die Wohnung für die kommende Woche auf Vordermann gebracht. Also: Ein Tag voller Action und ein ganz ruhiger. Jetzt kann die nächste Woche kommen. Und da diese für mich mit einer Dienstreise morgen um 4:00 Uhr anfängt, sage ich mal Gute Nacht!

Entspannung

.. habe ich mir heute mit einem langen Vollbad gegönnt.

Ich bin ja generell so, dass ich nix verpassen und immer alles mitmachen möchte,  auch wenn ich mich vielleicht lieber ausruhen sollte. Eine Schwangerschaft ist mit diesem Mindset natürlich, äh, eine besondere Herausforderung, weil irgendwann gehen gewisse Sachen (mit 5 Stunden Schlaf auskommen, alleine Großeinkauf machen, die ganze Wohnung mal eben schnell durchsaugen) einfach nicht mehr. Dazu kommt dann noch, dass ich es nicht einsehe,  auf der Arbeit die ganze Zeit so weiterzumachen als wäre nix (ich will ja nicht als jemand dastehen, der die Schwangerschaft nutzt, um sich vor Arbeit zu drücken…), und dann bei den langersehnten Wochenendaktivitäten zu Hause im Bett/ auf dem Sofa zu bleiben und den ganzen Spaß dem Rest der Familie zu überlassen. Wer arbeiten kann, darf auch feiern, oderso.

Heute musste das aber mal sein, Mann und Tochter verschwanden Nachmittags  zur Oma, ich habe dann noch fertig gesaugt (siehe oben), aufgeräumt und meinen Kleiderschrank sortiert (so ganz aus meiner Haut kann ich dann doch nicht), aber das Bad dann war wirklich ungemein entspannend. Komplett mit zarten Bewegungen des Bauchbabys. Hach!

So kann die neue Arbeitswoche dann entspannt starten. Hoffentlich diese Woche wieder mit dem gewohnten Ablauf, der in den letzten 2 Wochen durch Scharlach (Tochter) und Lehrgang (ich) etwas durcheinandergeworden wurde. In diesem Sinne: Auf die neue Woche!

Wochenende

Hach, so wir heute dürfen Shopping-Samstage mit Kind gern öfter sein.

Als erstes durfte ich heute ausschlafen, während Kind und Mann sich im Kinderzimmer mit Duplo, Kinderküche, Tiptoi und Co. die Zeit vertrieben (jedenfalls nach dem, was ich dann nach dem Aufstehen im Kinderzimmer sah. Detektivarbeit, sozusagen). Der Morgen war also schonmal fein.

So gegen Mittag kamen wir dann in der Innenstadt an und kehrten gleich in der größten Buchhandlung der Stadt ein. Die Tochter hat nämlich in letzter Zeit so einen Lesehunger, dass wir abends locker 4-5 Bilderbücher oder Kurzgeschichten lesen und zum einen kennt sie die Geschichten irgendwann, zum anderen wir das auch für uns auf die Dauer laaangweilig. Vor ein paar Wochen haben wir mit etwas längeren Kurzgeschichten, zum Beispiel Janosch, angefangen, und gemerkt, dass sie denen mittlerweile exzellent folgen kann und auch so viel versteht, dass sie am nächsten Tag noch davon erzählt. Also entschieden wir uns für Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer sowie Frederick und seine Mäusefreunde.

In dieser Buchhandlung gibt es neben Büchern auch eine ziemlich große Auswahl an Spielzeug für Babys und Kinder (von Sigikid und Haba bis Lego und Playmobil), also schauten wir uns da auch noch um. Wir haben endlich ein richtiges Stickeralbum, wie früher mit diesen gummierten Seiten, gefunden, wo die Tochter ihre Sticker immer wieder neu kleben kann (der Stickerverbrauch hier ist in letzter Zeit… hoch) und uns bei Babyspielzeug und Stofftieren umgeschaut. Die Idee der Tochter war es dann, ihrem Geschwisterchen ein Spielzeug auszusuchen (Hach! Sooo schön!), und sie entschied sich für eine kleine Rassel mit Mond und Sternen. Vom weiteren Kleinkram konnten wir sie dnan erfolgreich ablenken. Ganz ohne Weinen, Kreischen oder sonstiges! Ein weiteres Elternlevel erfolgreich gemeistert (Nein, im Ernst, ich fand ihre Selbstbeherrschung und Kooperationsbereitschaft wirklich toll)!

Ganz nebenbei habe ich dann noch heimlich ein wenig Lieselotte-Merchandise (Sticker und Stempel) eingepackt, die Tochter liebt die Geschichten von Kuh Lieselotte immer noch heiß und innig und für die Babyzeit kann man sich ja ruhig schonmal vorbereiten mit ein paar Kleinigkeiten für die große Schwester.

Nach leckerem Mittagessen (Pizza und Pasta im Vapiano) waren wir dann noch beim Juwelier, einen neuen Trollbead abholen: Mein Armband wächst langsam, mit den Jahren, jeder neue Bead hat eine Bedeutung und jetzt habe ich eben nicht nur einen, der für die Tochter steht, sondern auch einen für das Bauchbaby

Letzte Station war dann spontan ein Kinderbekleidungsgeschäft, wo wir im „50% auf alle Wintersachen“-Sale einen minikleinen Strampler, ein T-Shirt für die Große (Wintersachen? Mir soll’s egal sein) und eine komplett aus reflektierendem Material gemachte Winterjacke für nächsten Winter erstanden. Wenn die Tochter im Laufe des nächsten Jahres keinen unerwartet großen Wachstumsschub hinlegt, wird das ein richtig gutes Schnäppchen.

Am Abend war ich aber ganz schön erschöpft, die Symphyse meldet sich immer noch schmerzhaft, es wird aber besser. Definitiv kein Lebensmittel-Großeinkauf mehr für mich allein in dieser Schwangerschaft, das war gestern zu viel. Also, schnell noch bloggen, Kleinkram erledigen und dann ab auf’s Sofa!

Große Schwester to be

Das Insbettbringen ist zwischen mir und der großen Tochter ja so eine Sache. In letzter Zeit funktioniert das aber immer besser (viel davon ist dem Mann zu verdanken, der da deutlich mehr Frustrationstoleranz, Durchhalte- und Einfühlungsvermögen beweist als ich). Sie kuschelt wieder mehr, holt sich die Nähe die sie braucht und verarbeitet viel durch Erzählen, ist dafür aber auch problemlos bereit, sich nach Ablauf des Abendrituals ins Bett zu legen und die Äuglein zu schließen. Ganz besonders zauberhaft war das in den letzten paar Tagen.

Im Moment ist nämlich mein wachsender Babybauch oft Gesprächsthema bei der Tochter. Das zeigt sich auch Abends, wenn ich ihr Bücher über Geschwister und Babys vorlese oder ihr sage, sie soll sich bitte seitlich auf meinen Schoß setzen und nicht an meinen Bauch lehnen, weil im Bauch ja das Baby ist.

Durch die entspanntere Situation beim Ins-Bett-Bringen ergeben sich dann ganz tolle Unterhaltungen, so zum Beispiel:

„Mama, im Bauch ist das Baby drin. Das braucht Platz! Ich streichel das Baby.“ – *legt sich seitlich in meinen Schoß, streichelt den Bauch*

„Mama, wenn das Baby da ist, dann bekommt das auch eine Murmelbahn.“ – „Hm, meinst du ihr könnt auch zusammen mit deiner Murmelbahn spielen?“ – „Ja, dann spielen wir zusammen.“ – „Zeigst du dem Baby dann, wie die Murmelbahn funktioniert? Das kann das ja am Anfang noch nicht.“ – „Ja, dann zeig ich dem das. Da legt man die Murmeln rein und – Wuuuschhh! –  rollen sie runter.“

„Das Baby trinkt dann Milch aus deiner Brust? Daaaaaa?“

„Wenn das Baby rauskommt, dann bekommt es auch ein Fernsteuerauto vom Christkind, so wie ich. Ein gelbes [Gelb ist ihre Lieblingsfarbe]. Dann freut das sich! Dann kann das mit uns Fernsteuerauto fahren.“

„Am Anfang schläft das Baby bei euch?“ – „Ja, das ist dann ja noch so klein und wacht nachts oft auf.“ – „Aber wenn es größer ist, dann schläft es bei mir. Da  vorne, da kommt dann das Babybett hin!“

Ich könnte dem stundenlang zuhören, es ist so schön (und wenn sich einiges davon auch wirklich bewahrheitet, das wäre natürlich super)! Mein Baby wird zur großen Schwester!

Ich freu mich drauf.