Gestern, heute

Es ist nicht viel los hier, uns allen tut die Entschleunigung gut. K2 schläft viel, durch den weggefallenen Mittagsschlaf ist sie immernoch um 18 Uhr echt müde und schläft jetzt gerade um 19 Uhr in meinen Armen ein – und trotzdem schläft sie morgens locker bis 6:30 und würde am liebsten noch stundenlang liegenbleiben und kuscheln. Am Wochenende, mein Spatz, am Wochenende!

Auf der Arbeit bin ich zum ersten Mal so richtig drin in der Projektarbeit, das macht schon sehr viel Spaß. Klar, die ersten Fehler habe ich auch schon gemacht, es ist echt viel zu berücksichtigen, aber vor einem Monat hätte ich das alles noch nicht so gekonnt.

Hach, morgen ist die Arbeitswoche dann auch schon wieder vorbei und am Samstag sind wir dann endlich wieder komplett.

Zu dritt

Es ist ja schon so, wie viele Mehrfacheltern sagen: Wenn man mal nur ein Kind da hat, fühlt es sich so leicht an, dass man sich fragt, warum man die Zeit nur mit dem ersten Kind so anstrengend empfunden hat. Ich frage mich, wo das herkommt? Gewöhnung an mehr Stress? Bessere „parenting skills“? Oder liegt es auch an den Kindern, die sich ohne das Geschwister anders verhalten? Ich finde es nämlich total unangenehm, wenn Menschen mit mehreren Kindern auf solche mit einem Einzelkind herabschauen so nach dem Motto „Pah, das bisschen mache ich doch mit links“. Weil es nicht stimmt, ich hatte ja auch mal „nur“ ein Kind. Aber faszinierend ist es schon.

Mit K1 haben wir heute videotelefoniert – sie ist Tandem gefahren, das sah auf dem Video schon echt cool aus. Meine Große.

Zusammen (fast)

So, wir sind wieder zu dritt! K1 bleibt wie geplant mit Oma und Opa im Ferienhaus. Sie weiß: Sie darf jederzeit mit uns telefonieren und wenn sie das möchte, holen wir sie jederzeit ab. Aber bisher… scheint das zu klappen!

Ich habe mich morgens direkt an den Homeoffice-Schreibtisch gesetzt und war dementsprechend früh fertig. Da waren Mann und K2 auch schon wieder daheim und den ganzen Nachmittag haben wir gemütlich gehüllt und gekuschelt. Und ich hab mein kleines Kind wieder ins Bett gebracht.

Allein 3

So, noch ein Tag zum Entspannen. Malen, Filme schauen und dann war ich noch in der Sauna – bei wolkenfreiem Himmel, da konnte ich sogar ein Stündchen auf der Liegewiese liegen und lesen.

Unspektakulär, aber mir hat das sehr gut getan. Jetzt vermisse ich die anderen auch schon ganz schön. Morgen kommen Mann und K2 wieder.

Allein 2

Also, was macht man denn so, wenn man ganz alleine ist?

Ich jedenfalls: Nachts bis in die Puppen malen und zocken, genüsslich ausschlafen, weiterzocken. Irgendwann bin ich dann doch mal aufgestanden, habe mich um die Wäsche gekümmert und mit dem Mann telefoniert. Gegen Mittag ging es auf in die Innenstadt: Shoppen!

Ich hatte eine Liste geschrieben. So gern ich früher in der Stadt shoppen war – ich mag es so lieber. Seltener einkaufen, dafür… ergiebiger. Weniger Impulskäufe, ich bin zufriedener *und* gebe weniger Geld aus. Heute habe ich das seltene Bummeln und Shoppen jedenfalls voll genossen. Letzte Geschenkeinkäufe und Bastelzeug, keine Klamotten weil mir nichts gefiel, dafür warme Winter-Barfußschuhe weil ich offenbar so viel Barfußschuhe trage, dass meine Zehen sich an die Zehenfreiheit gewöhnt haben und mir jetzt alle normalen Schuhe zu eng sind und Druckstellen und Blasen machen. Tja – seit Anfang 2020 erstmal im Homeoffice nur sporadisch Schuhe (also nicht mehr während der gesamten Arbeitszeit + Fahrzeit + Pause + Freizeit, sondern nur noch zur Kita und auf Spaziergängen), seit ich wieder im Labor bin nur noch Barfußschuhe.

Ich habe natürlich nicht nur eingekauft sondern auch einen sonnigen, wolkenlosen Tag genossen, Bubble Tea (schwarzer Milchtee + Tapioka) getrunken und war im Restaurant (also, draußen):

Zwischendurch hat der Mann sich gemeldet und Bilder geschickt, dort scheint auch die Sonne, ich glaube die drei lassen es sich auch gut gehen. Schön, schön. Zu Hause war ich dann so entspannt, dass ich mit vorgenommen habe, aufzuräumen, bis der Staubsaugerroboter gesaugt und gewischt hat. In der Zeit habe ich überraschend viel geschafft – ich glaube, es ist mittlerweile aber auch echt gut aufgeräumt, so viel war gar nicht zu tun, und ich bin echt effizient geworden, wenn ich mal unterbrechungsfrei Zeit habe. Nur einmal habe ich mich tierisch erschrocken, als plötzlich das Licht im Flur anging, obwohl ich doch alleine war – tjaha, der Bewegungsmelder macht da keinen Unterschied zwischen Staubsaugerroboter und Mensch.

Nun schaue ich einen Film – den zweiten für heute. Gnihihi.

Allein

So lange war ich seit Ewigkeiten nicht mehr allein. Dienstreisen mal ausgenommen. Also, Mann und Kinder sind tatsächlich mit den Großeltern im Kurzurlaub – und ich habe das ganze Wochenende für mich!

Am Morgen haben wie uns verabschiedet… nachdem ich bis 7 dauernd auf mein Handy geschaut habe, aus Angst der Pooltest sei positiv. Aber es kam keine Nachricht – also sagte ich erst Mann und K2 Tschüss, dann drückte ich vor der OGS nochmal K1 ganz fest und wünschte ihr eine tolle Woche. Meine Große! Wird sie wirklich bei Oma und Opa bleiben? Werde ich sie in einer Woche noch wiedererkennen? Seit sie geboren ist, war ich jedenfalls definitiv noch nie so lange ohne sie.

Erstmal, natürlich: Arbeit. Ich habe ja keine Urlaubstage mehr über, weil ich durch den Jobwechsel meine Urlaubstage beim alten Arbeitgeber aufbrauchen musste – das war überhaupt der Anlass für dieses Wochenende. Das war auch ganz toll, ich bin ja Nerd durch und durch und kann mich für sowas echt begeistern.

Dann fuhr ich direkt von der Arbeit ins örtliche Einkaufszentrum. Erster Stop: Unterwäscheladen. Ich brauchte dringend neue BHs – als ich zum letzten Mal welche gekauft habe, habe ich noch gestillt, und beim Anprobieren wurde schnell klar, was ich mir schon dachte: Ich hab auch die letzte Cupgröße von vor der ersten Schwangerschaft wieder zurück. Yeah! Jetzt also passende BHs, gleich drei Stück. Als ich abgestellt habe, war nämlich Frühjahr 2020 und, naja, ich hatte einfach keinen Kopf dafür bisher.

Als zweites gleich wieder Sachen für die Kinder – es macht ja auch echt Spaß, das alles für sie und mit ihnen zu machen. Wir sind jetzt für den Geburtstag mit „7“-Luftballons eingedeckt und das Bastelzeug für Martinslaternen habe ich auch besorgt.

Jetzt sitze ich im Bus nach Hause und gleich schau ich noch nen Film und male ein bisschen oderso… ah, das tut gut. Ich hoffe, der Mann findet auch ein wenig Entlastung, ein bisschen „nicht-Zuhause-sein“, mal was anderes als der Alltagstrott. Ich werde es jedenfalls genießen.

Ausgefallen

Herbstwetter, wie ich es mag: Morgens im dichten Nebel mit K1 durch die warme Morgenluft zur Schue laufen, Nachmittags warme Herbstsonne auskosten.

Die Bahn ist diese Woche unangenehm unzuverlässig, ein Tipp für die Durchsagen: Wenn in einem unterirdischen Bahnhof mit zwei Gleisen die „Zug fällt heute aus, Grund ist Reparatur auf der Strecke“ auf beiden Gleisen um nur ne halbe Sekunde zeitversetzt läuft, ist der Effekt interessant, aber der Informationsfluss etwas holprig. Ausgerechnet heute fallen drei (!) Bahnen aus und die vierte fährt nur bis zum Hauptbahnhof, also von da aus nochmal Umsteigen. Bin ich froh, dass überhaupt mehrere Verbindungen möglich sind.

Am Ende habe ich dann (Danke, Twitterkneipe!) in der Umsteigzeit Donuts für alle gekauft und war sehr spät zu Hause. Und K1 hatte so einen Hunger, dass sie meinen Donut auch verputzt hat.

Sonst so? Der Mann hat schon (zwangsläufig alleine, seufz) gepackt, ich drücke immer noch alle Daumen für negativen Pooltest, denn das ist gerade das einzige, was noch zwischen K1 und ihrem Herbsturlaub bzw. zwischen mir und einem „sturmfreien“ Wochenende steht.

Alltag

Das kleine Kind, das jetzt ja keinen Mittagsschlaf mehr in der Kita macht, ist abends überdreht und morgens müde und kuschelbedürftig. Zu wenig Schlaf. Heute Abend probieren wir mal, sie früher ins Bett zu befördern (Nachtrag: um 19:20 hat sie schon geschlafen).

K1 hatte heute keine Schule („Distanzlernen“, gab es das eigentlich vor Corona auch schon wenn alle Lehrer*innen krank waren? Oder nannte man das einfach Hausaufgaben?) und war mit dem Mann daheim.

Ich wollte früh auf der Arbeit sein, weil ich ja K1 nicht zur Schule bringen musste, bin aber nur eine Bahn früher losgekommen, und das auch nur weil ich mir statt Mittagessen nur ein Brötchen geholt habe. Da traf es sich ganz wundervoll, dass einige Kolleg*innen beschlossen, heute Pizza zu bestellen. Das war sehr lecker. Allerdings ist dann die eine Bahn früher, die ich nach Hause nehmen wollte, ausgefallen. Möp.

Auf dem Heimweg habe ich noch Essen mitgebracht und als der Mann gerade K1 ins Bett brachte, kam die Lebensmittellieferung.

So, und jetzt drücken Sie uns bitte die Daumen für einen negativen Pooltest, ja?

WMDEDGT Oktober 21

Juchu, es ist wieder WMDEDGT-Tag! Mehr, wie immer, bei Frau Brüllen.

6:00 Die Kinder wachen gewohnt pünktlich auf, K2 war nur ein Mal wach wegen Durst, ich also… naja, ausgeschlafen wäre auch übertrieben aber die Nacht war okay.

K2 steht derzeit mit Anziehen auf Kriegsfuß, ich mache abwechselnd mich fertig und versuche, sie von einer Hose zu überzeugen. Irgendwann sagt der Mann, er müsse jetzt aber mal wirklich los – es stellt sich raus, ich habe ihn gestern falsch verstanden und nicht mitbekommen, dass er heute auch zur Arbeit fährt. Meh.

7:15 K2 ist… Wenigstens angezogener als vorher und wir verlassen alle fast gleichzeitig das Haus. K1 und ich laufen, wie immer, zu Fuß zur Schule. Ich instruiere sie nochmal, dass sie die Einladungskarten für ihre Geburtstagsfeier heute abgeben soll, die wir zusammen in ihren Ranzen gepackt haben.

8:25 Ich bin auf der Arbeit und lege los. Nach ein paar Stunden Büroarbeit gehe ich ein wenig ins Labor. Zu Mittag habe ich Reste von gestern dabei. Dann weiter mit Bürozeugs.

17:15 Schnell raus und ab auf den Roller – den Weg von der Arbeit zur Haltestelle kann ich fast komplett bergab rollen lassen. Die Bahn kommt 5 Minuten später und bleibt weitere 5 Minuten unterwegs stehen, um einen Zug überholen zu lassen.

18:00 Daheim! In der Küche wartet der Mann schon auf den Pizzateig, K1 hat ihre Hausaufgaben fertig und sieht mit K2 fern. Ich bin ziemlich müde. Wir belegen und backen die Pizza, die wird richtig lecker. Wir besprechen mit K2, dass sie morgen keine Schule hat und bei Papa zu Hause bleibt. Gut, dass die Homeofficeregelung das mittlerweile ermöglicht.

19:20 K2 ist schon sehr müde, der Mann bringt sie ins Bett. Ich mache Küche und Bad sauber, mache K1 zuende fertig und wir lesen ein Kapitel im Mia and Me-Buch. Dann mache ich ihr ein Hörspiel an und blogge, während sie einschläft.

Gleich noch ein bisschen Freizeit zu zweit, dann geht’s auch für uns ins Bett.