Gute Nacht

Ich liege im Bett.

K2 liegt neben mir im Beistellbett, sie ist nach einem anstrengenden, lauten Abend (Hallo, Rotavirenimpfung) endlich friedlich schnullernd (ein Hoch auf Babys, die Schnuller annehmen!) in meinem Arm eingeschlafen.

Der Mann liegt zu meiner anderen Seite und schläft.

Dann raschelt es aus dem Babyfon (Kleinkindfon?), dessen Sender in K1′ Kinderzimmer steht. Nach dem Rascheln höre ich das charakteristische Geräusch ihrer Trinkflasche, die immer an ihrem Bett steht. Wieder Rascheln.

Stille.
Ein paar leise Geräusche von draußen: Autorauschen von der Hauptstraße und Grillenzirpen.

Vier Menschen in dieser Wohnung. Seit sieben Wochen! Wie schön das ist.
Drei schlafen. Einer ist wach. Nicht mehr lange. Gute Nacht!

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Vorstellung vs. Realität

Der Vormittag

Wie ich es mir vorstellte: Morgens im Bett kuscheln, gutgelaunt aufstehen, fertigmachen und frühstücken. Während der Mann mit K2 kuschelt, basteln K1 und ich die Abschiedsgeschenke für ihre Erzieherinnen (Oh, nur noch 2 Wochen U3-Gruppe!).

Wie es wirklich war: Ich wache um 7 auf, der Mann todmüde weil schlecht geschlafen und seit 5:30 mit K1 wach. Ich lasse ihn ausschlafen, bastle mit K1 die Geschenke, sie hilft begeistert mit. Währenddessen jongliere ich K2. Auf der Wickelauflage auf dem Badezimmerboden kann sie einschlafen, während ich ihrer Schwester helfe, aber wehe man legt sie schlafend ab! Genaues Anzeichnen mit viereinhalb Kilo schlafendem Baby vorn im Tragetuch ist nicht ganz so einfach, aber mit dem Ergebnis (hier noch ohne Namen und persönlichen Brief) sind wir zufrieden:

Die Idee ist aus diesem Blogpost von dailypia. Vielen Dank für die Inspiration und detaillierte Anleitung!

Der Abend

Vorstellung: Nach dem Nachmittag bei Oma im Garten ist K1 im Auto eingeschlafen (wie erwähnt: seit 5:30 wach, ohne Mittagsschlaf). K2 hat gut getrunken und ist zufrieden. Das wird bestimmt ein ruhiger Abend. Bloggen! Fotoalbum! Fernsehen! Früh ins Bett!

Realität: 500m von zu Hause entfernt fängt K2 im Auto an zu schreien. Damit K1 nicht aufwacht, steige ich aus, binde sie ins Tragetuch und laufe mit ihr heim. Dabei schläft sie wie geplant ein. Zu Hause – Mist, die Wäsche auf dem Balkon hatte ich ganz vergessen. Erstmal aufräumen, dann Baby ablegen. Nach 5 min wacht sie wieder auf, es isf halb neun. Schreien, schuckeln, Fliegergriff, stillen, da capo, immer wieder. Zwischendurch wechseln wir Erwachsenen uns ab. In den Pausen falte und verräume ich die Wäsche. Der Mann versucht es nochmal mit dem Tragetuch. Ich schiele Richtung Computer, entscheide mich aber doch, mich sicherheitshalber erstmal bettfertig zu machen. Der Mann stürmt ins Bad, das Baby kotzt (sorry, das kann man nicht anders nennen) über Kleidung, Body, Tragetuch, in ihre eigenen Haare und den Nacken (wie macht sie das bloß?). Ich wasche sie, der Mann zieht sich um. K2 brüllt und weckt K1, deren Zimmer direkt ans Bad grenzt. Der Mann kümmert sich um sie.

Ich liege im Bett. K2 schläft erschöpft neben mir ein (faszinierend, sie ist da so „Boah, das war anstrengend, ich penn mal ne Runde“, K1 war da immer „Wer hat meinen Magen ausgepumpt? Ich hab Hunger!“). Dabei blogge ich am Handy. Nicht die Geschichte, die ich mir vorgestellt hatte. Gleich ist Mitternacht. Die Kinder schlafen.

Sämtliche Rechtschreib- und Logikfehler sind der Situation geschuldet. Gute Nacht!

WMDEDGT Juli 2018

Oh, schon wieder Zeit für WMDEDGT von Frau Brüllen! Mehr gibt es hier zu lesen.

3:00 Stillen. K2 und ich sind mittlerweile Profis und stillen in allen erdenklichen Positionen. So klappt auch alles im Halbschlaf und ich schlafe schnell wieder ein.

6:20 K1 wacht auf, der Mann tapert zu ihr und geht mit ihr frühstücken, ich bekomme alles im Halbschlaf mit und nicke nochmal ein.

7:45 Wir sind inzwischen alle aufgestanden und fast alle geduscht und angezogen. Der Mann schlägt vor, dass ich gleich zur Kita mitkomme und wir direkt von dort aus den Wocheneinkauf erledigen. Die Idee finde ich gut, dusche auch schnell und mache mich bereit. Währenddessen zieht sich der Himmel zu. Als der Mann schon das Sonnensegel einholt überlege ich noch, ob es nach Regen aussieht oder nicht – er behält Recht und als er gerade wieder vom Balkon kommt, fallen die ersten Tropfen, die sich zu einem ordentlichen Hitzegewitter steigern.

8:15 Im Auto überlegen wir, was wir bei dem Regen heute unternehmen können. Ich schlage, mehr aus Scherz, vor, doch statt beim Discounter um die Ecke in Venlo einkaufen zu fahren – es sind noch keine Sommerferien und da ist es bestimmt schön leer. Wir hatten uns das im Zeeland-Urlaub mal vorgenommen, als wir uns durch die diversen Leckereien probiert haben. Von uns aus ist das etwa eine Stunde Fahrt. Wir reden kurz und beschließen: Heute sind wir mal spontan, ab nach Venlo!

10:45 Nach einem Zwischenstop und einem kleinen Stau kommen wir im Venlo an. „Direkt hinter der Grenze“ ist hier ja wörtlich zu nehmen. Grenze, Zollstation, 500 m weiter die nächste Ausfahrt raus.
Ich packe mir K2 ins Tragetuch, wir orientieren uns erst einmal und schauen, was für Läden es hier gibt. Zu Mittag holen wir uns Sandwiches.

Danach geht es in den Supermarkt. Wir holen verschiedene Gemüsemischungen (die liebe ich ja in den Niederlanden, man hat eine schöne Mischung für ein Gericht und nicht von jedem Gemüse noch irgend einen Rest übrig, der sowieso schlecht wird – besonders, wenn man in Urlaub eben seine ganzen Vorräte nicht dabeihat) und Obst, mariniertes Fleisch, frische Nudeln und saucen im Angebot, literweise Vla, Hagelslag, Chocomel, Cranberrysaft, Rivella (ich wußte bis dieses Frühjahr gar nicht, dass es die auch hier gibt, ist ja eigentlich aus der Schweiz, aber sooo lecker!). Nur Pastachoca, die haben wir noch zu Hause. Das wird lecker!
Nach dem Einpacken ist es ungefähr 13:00 Uhr, Zeit für uns langsam loszufahren. Die Rückfahrt übernehme ich. K2, die bis auf eine Stillpause die ganze Zeit zufrieden im Tragetuch war, macht auch die Rückfahrt mucksmäuschenstill mit. Was ein zufriedenes Baby!

14:15 Nachdem ich die ganze Fahrt hinter mich gebracht habe, lege ich mich ziemlich sinnlos beim Einbiegen in unser Wohngebiet mit einer Autofahrerin an, die mir die Vorfahrt nimmt. Ich hasse diese Stelle. Egal ob ich raus oder rein fahren möchte, andauernd muss ich ranfahren und jemanden vorbeilassen, weil die Straße zu eng vollgeparkt ist. Egal ob ich Vorfahrt habe (beim Reinkommen) oder nicht (beim Rausfahren). Naja. Durchs Aufregen ändert man ja eh nix, und so ärgere ich mich am meisten über mich selbst.

15:30 Während ich dem zufriedenen Baby meine ganze Aufmerksamkeit zukommen ließ – die hat sie jetzt mal verdient – hat der Mann die Einkäufe eingeräumt. Okay, und wir haben über meine Agressionen im  Straßenverkehr diskutiert. Jetzt jedenfalls holt er K1 aus der Kita und ich beschäftige mich ein wenig mit K2.
Als die beiden wieder da sind, schläft das Baby wieder. Ich spreche mit der Großen über ihren Tag und merke, dass sie auch etwas Zeit mit mir braucht. Wir spielen und reden ein wenig, dann fragt sie ob ich mit ihr mit der Straßenkreide auf dem Balkon male (dieser hat einen Betonboden) und ich komme gern mit. Das Gewitter von heute Morgen wird nochmal zum Thema:

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Der Balkon wird mit den verschiedensten Motiven verschönert. Danach bereiten wir gemeinschaftlich das Abendbrot vor. Von unserem Geburtstagsbrunch gibt es noch einiges an Brotbelag (Salame Felino IGP, lecker!), von unserem Einkauf frisches Obst und Gemüse, wir essen uns alle satt.

19:00 Nach dem Gute-Nacht-Sagen (und ganz doll knuddeln!) ziehe ich mich mit K2 zum Stillen zurück und die beiden anderen wandern ins Kinderzimmer.

Den Rest des Abends kann ich anhand diverser Kurznachrichten auf dem Smartphone zeitlich ziemlich genau nachvollziehen, aber hier soll die ungefähre Fassung reichen: Erstmal stillen und kuscheln wir, K2 schläft ein. Sie wacht wieder auf, liegt aber dösend in meinem Arm. Ich kann sie sogar in ihr Bett legen und sie schläft beinahe allein ein. Dann nehme ich sie doch nochmal hoch und stille und… um halb neun spuckt sie mir die gesamte Ladung Muttermilch in den Ausschnitt, über mein Top und ihren Schlafsack.
Nach Reinigung und neuen Klamotten ist die Kleine natürlich erstmal wieder wach. Dann geht es munter weiter: Immer wieder einschlafen, wachwerden, schreien. Zwischendurch auch mal wieder zufrieden. Dann wieder von vorn. Nach einiger Zeit komme ich zum Mann, der im Wohnzimmer einen Schrank ausmistet und unseren Bastelkram sortiert. Letztendlich pennt K2 um kurz nach 23 Uhr ein. Den Blogpost habe ich zwischendurch schon angefangen und schreibe ihn jetzt zuende. Und danach geht’s ab ins Bett.

Gute Nacht!

Feierwochenende!

Es ist ja so, dass seit diesem Jahr 3 von 4 Familienmitgliedern innerhalb eines Monats Geburtstag haben. Es gab also was zu feiern: Die Geburt der Kleinsten und unsere Geburtstage.

Wir sind das Thema dieses Jahr absichtlich locker angegangen – ich wußte ja nicht, ob es rund um die Geburt und das Wochenbett doch noch Komplikationen geben würde, und wollte nicht eine bereits geplante Feier absagen müssen. Aber es hat ja alles wunnibar (!) geklappt, ich bin körperlich zu 90% wiederhergestellt (das ist so toll!) und so wurde dieses Wochenende gefeiert.

Da unsere Wohnung zwar für uns vier groß genug, für mehr als 10 Personen zum Feiern aber nun wirklich etwas eng ist, haben wir das Ganze aufgeteilt. Am Samstag luden wir Familie zum Brunch und am Sonntag zwei Familien mit kleinen Kindern – insgesamt waren hier vier Kinder unter vier Jahren! Das war ein Spaß!

Anstelle von Geschenken haben wir alle Gäste um einen Beitrag zum Brunch – Brötchen, Wurst- und Käseplatte, Caprese, Kuchen – gebeten, hatten so kaum etwas zu tun und hatten mal andere Brötchen oder Wurst- und Kösesorten, als wir so gewohnheitsmäßig kaufen. Der Tisch war jedenfalls reich gedeckt und wir konnten richtig schön feiern. K1 war richtig ausgelassen und fröhlich, ich fand es so schön, wie sie sich mit allen unterhalten und stolz von ihrer Schwester erzählt hat.

Am Sonntag war das Programm dann etwas kinderfreundlicher, bei strahlendem Sonnenschein stand das Planschbecken inklusive sämtlichem Wasserspielzeug auf dem Balkon, wir aßen Wassermelone, Eis und Pizza und spielten mit den Kindern. Wie gesagt, vier unter vier, aber sie verstehen sich alle super miteinander! Okay, K2 hat sich die Szenerie erst einmal vom sicheren Arm aus angeschaut, aber die drei anderen schon.

Beiden Tagen gemein waren am Abend richtig erschöpfte Kinder und, ja, auch Eltern. Das war schön, mal wieder eine Feier auszurichten. Ich liebe es, wenn unser Esstisch bis zum letzten Platz besetzt ist!

Ein Monat K2

Mein zweites Kind,

heute bist du schon einen Monat alt. Vor einem Monat habe ich dich geboren und das war eine der intensivsten Erfahrungen, die ich in meinem Leben bisher machen durfte. Ich habe dich mit der Hebamme aus dem Wasser gehoben, an mich gedrückt und deinen ersten Atemzug gesehen. Perfekt und wunderschön!

Wo soll ich anfangen? Dein erster Lebensmonat war wundervoll. In den ersten zwei Wochen – es war richtig heißes Wetter – haben wir die meiste Zeit kuschelnd zu Hause verbracht uns uns kennen gelernt. Papa hat sich um deine große Schwester gekümmert, die dich hier zu Hause mit einem breiten Lächeln, ein bisschen ungläubig und mit einem strahlenden Funkeln in den Augen empfangen hat und dich seit deiner Ankunft heiß und innig liebt. Mittlerweile unternehmen wir schon richtig viel – du warst auf dem Kita-Ausflug und dem Sommerfest deiner großen Schwester dabei, wir haben Neugeborenenfotos im Studio machen lassen, waren bei Verwandten, in der Stadt, Einkaufen und Spazieren.

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Du bist… wie ein Neugeborenes halt ist, aber wir erkennen, gerade weil du unser zweites Kind bist, die Unterschiede zu deiner Schwester und eure Individualität. Du schläfst immer noch viel, wirst aber mit jedem Tag wacher und so langsam werden deine Bewegungen und Blicke etwas zielgerichteter. Wie sich so ein Neugeborenes bewegt ist irgendwie ganz besonders. Ich liebe deine hellbraunen Haare, dein süßes Gesicht, die winzigen Füßchen, einfach alles an dir.

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Im großen und ganzen bist du ein zufriedenes Baby. Wenn du wach bist, möchtest du am liebsten ganz nah bei uns sein, hin und wieder bist du aber auch auf einer Krabbeldecke für kurze Zeit zufrieden und schaust dich in der Welt um. Zum Einschlafen sind wir auch immer bei dir, meistens schlummerst du auf dem Arm ein. Ein wenig Blähungen hast du, das ist ein Stück weit normal und wir versuchen dir da bestmöglich zu helfen. Abends, so zwischen 19 und 22 Uhr, kann es sein dass du immer wieder schreist und keine Ruhe findest. Dabei bist du für ein so kleines Wesen ganz schön laut! Was letztendlich meistens hilft ist, dass ich dich ins Tragetuch binde und mit dir eine Runde um den Block spazieren gehe, an der Pferdekoppel vorbei. Meist hast du dich dann schon nach wenigen Schritten beruhigt.

Wir sind ein super Stillteam, du und ich! Noch im Kreißsaal – du warst keine Stunde alt – haben wir ganz lange gestillt, als hätten wir nie was anderes gemacht. Du nimmst prima zu, meldest dich alle paar Stunden, ich mache mir gar keine Gedanken drum, es klappt einfach ganz unkompliziert. Abends häufiger, einmal zwischen 2 und 3 Uhr morgens, einmal beim Aufwachen zwischen 6 und 7 und dann so über den Tag verteilt etwa alle drei Stunden. Ein Traum.

Wir sind so froh, dass du gesund und munter bei uns bist.
Ich liebe dich!

Umbau

Obwohl noch am Ende des Wochenbetts, haben wir heute eine Umbauaktion im Badezimmer gestartet.

Idee ist von uns beiden, für die praktische Ausführung war diesmal größtenteils der Mann verantwortlich, der noch tatkräftige Hilfe von seinem Bruder bekam. Ich begnügte mich mal mit Verpflegung (Schupfnudeln mit Buttergemüse für uns, Milch fürs Baby), Umleimen, Silikon und K1 aus der Kita abholen.

Wir hatten eigentlich schon seit unserem Einzug hier den Wunsch, Waschmaschine und Trockner oben in der Wohnung zu haben. Bisher war nur für ein Gerät Platz und uns fiel keine Konfiguration ein, die uns ausreichend Platz für unsere Sachen im (Quadratmetermäßig recht großen, aber furchtbar unpraktisch geplantem) Bad ließ und trotzdem beide Geräte beherbergte. Mit Ankunft von K2, die überwiegend mit Stoffwindeln gewickelt wird, verschärfte sich natürlich die Waschsituation. Dauernd vergaßen wir die Wäsche und mussten spät abends nochmal in den Keller.

Irgendwann vor ungefähr 2 Wochen kam uns dann ein Einfall, der uns beiden gefiel und alle Anforderungen erfüllte. Etwas spät – in oder vor der Schwangerschaft wäre es praktischer gewesen – aber immerhin haben wir es geschafft!

Ein Kurzbesuch beim Ikea, drei beim Baumarkt (Platten aussuchen, bestellen und Kleinkram kaufen, abholen) und 2 Tage Arbeit später ist das Werk vollbracht:

Obendrauf befindet sich die Wickelstation, der neue Schrank ist hier nicht im Bild.

Den alten Schrank sind wir auf geradezu mysteriöse Weise losgeworden:

Noch ein paar Kleinigkeiten (Türanschlag des Trockners wechseln, Schrank befestigen und einrichten) und Mount Washmore sollte hier deutlich einfacher zu bezwingen sein!

Dieser Beitrag wurde Ihnen präsentiert von der abendlichen „Schlaf-ein-Runde“ mit K2 in der Trage um den Block. Schlafen Sie gut!

Einfach mal genießen.

Genau Mitte dreißig bin ich heute 🙂

Es war richtig schön. Deswegen:

Ich stehe seit vielen Jahren mit meinen Geburtstagsfeiern auf Kriegsfuß und dieses Jahr habe ich einfach mal beschlossen, es anders zu machen. Ich selbst zu sein.

In diesem Sinne war und bin ich heute einfach nur glücklich mit meiner vierköpfigen Familie und alles andere ist Bonus – und davon gab es heute beileibe genug:

Ich habe ein Geburtstagsständchen von meiner Familie bekommen und viele Glückwünsche von Verwandten. Blumen und Geschenke bekommen und mir selbst einen Blitz für meine Spiegelreflexkamera gegönnt (okay, gestern schon gekauft, aber heute ausprobiert). Wir waren auch feiern – nicht meinen eigenen Geburtstag, den feiern wir nächstes Wochenende nach, aber eben mit netten Menschen zusammengesessen.
Mit den Kindern läuft es, seit wir beide in Elternzeit sind und wir einiges im Tagesablauf und Umgang miteinander geändert haben, auch wie am Schnürchen. Größtenteils halt, kleinere Probleme und Konflikte gibt es ja immer, aber so insgesamt habe ich das Gefühl, unser Zusammenleben so gestalten zu können wie ich mir das vorstelle und wünsche. Ich freue mich wahnsinnig auf das, was vor uns liegt. Einige, auch größere, Änderungen und Entscheidungen stehen an, das wird spannend! Ich finde es so toll, wie sehr K1 ihre Schwester schon ins Herz geschlossen hat. Als Einzelkind konnte ich mir das gar nicht vorstellen – aber es ist einfach nur schön.

Nur dass K2 abends 1-2 Stunden schreit, das muss jetzt nicht unbedingt sein. Aber auch diese Phase wird vorbeigehen und bis dahin schreibe ich eben meine Blogposts am Handy, während ich sie im Tragetuch in den Schlaf trage, an der Pferdekoppel vorbei.

In diesem Sinne: Gute Nacht!

3 Wochen – Blubberbauch

3 Wochen K2! Während ich das schreibe, schläft sie auf meinem Oberkörper. Schön.

Seit Anfang der Woche macht ihr die Luft im Bauch zu schaffen. Wir waren also zur Stelle, meist Morgens und Abends – schaukeln, tragen, laufen, singen, Körnerkissen, Spieluhr (die mag sie erstaunlich gern und hilft ihr tatsächlich, Ruhe zu finden). Nach dem Besuch meiner Nachsorgehebamme besorgten wir uns dann noch das gute alte Dimethicon, das deutliche Erleichterung brachte. Dazwischen irgendwie um die Schwester kümmern. Als Einzelkind ist das für mich ganz ungewohnt, aber bisher klappt es, glaube ich, ganz gut. Zu wenig Milch bekommt K2 dabei jedenfalls nicht:

Tagsüber ist sie immer noch so unkompliziert, dass wir richtig viel unternehmen konnten: Begrüßungsbesuch von Onkel und Tante, Nachsorge meiner Hebamme, zwischendurch Bürokratiekram erledigen, Familien-Fotoshooting beim Fotografen…

Nach dem Fotoshooting in der Stadt habe ich endlich zum ersten Mal seit letztem September wieder Sushi gegessen, nomnomnom:

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Am Freitag dann das große Kita-Sommerfest, auf das sich die Große schon richtig gefreut hat. Mehrfach fragte sie, ob ihre kleine Schwester auch wirklich mit dabei sein würde, und stellte sie stolz ihren Freunden vor. Ich hatte sie die meiste Zeit im Tragetuch, das war so schön.
Losglück hatten wir auch noch: K1 wünschte sich seit unserem Urlaub im März einen Schwimmreifen und hat bei der Tombola einen gewonnen. Nicht der wertvollste Preis, aber sie war glücklich!

 

Wir sind entspannt und das tut auch K1 sehr gut. Unsere Nachmittage und Wochenenden sind ruhiger als zuvor. Sie ist ausgeglichen, macht fast alles mit, hilft uns, ist unglaublich selbstständig, kuschelt aber auch gern und viel und hat ihre Schwester heiß und innig lieb. Ich bin meinen Bauch los und die Geburtsverletzungen sind einigermaßen geheilt, ich kann mich endlich wieder bücken, laufen, K1 hochheben, sie fest an mich drücken und mit ihr spielen. Heute fiel mir ein, dass ich bis 3 Wochen nach dem Kaiserschnitt mit K1 – also im gleichen Alter wie K2 jetzt – noch die Höchstdosis Ibuprofen nahm, um überhaupt halbwegs schmerzfrei durch den Tag zu kommen. Krass ist das, immernoch.

Am Samstag war ich sogar ohne Baby, das tief und fest in seinem Bettchen schlummerte, im 5 Minuten entfernten Blumenladen. Auch die Mittagspause war großartig:

Nachmittags wurde dann endlich gegärtnert:

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In der Schwangerschaft hatten wir vernünftigerweise unsere Kraft für wichtigere Dinge aufgespart, also blieb der Balkon erstmal kahl. Am Wochenende hatte ich aber die Nase voll – Wir beide den ganzen Sommer in Elternzeit zu Hause und keine Pflanze auf dem Balkon? Das geht ja gar nicht! Also ein paar Blumen, Kräuter (Basilikum, Oregano) und Gemüse (Tomate, Gurke, Salat) gekauft und nachmittags mit K1 eingepflanzt, während K2 so mittelzufrieden in der Wippe saß.

Der Sonntag bestand dann aus Hausarbeit,  einer Mittagspause für alle, dann Sofa für mich und K2 und Indoor-Spielplatz für Papa und K1. Mein lädierter Beckenboden bedankt sich für die Ruhepause.

Also dann, auf in die neue Woche!

2 Wochen

Ich möchte mir vernünftige Blog-Decknamen für die Kinder suchen. Dieses K1, K2 ist so unpersönlich – aber ich bin da so fürchterlich unkreativ. Naja. Vielleicht fällt mir ja bald was ein.

2 Wochen K2!

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Mit 9 Tagen hatte sie ihr Geburtsgewicht bereits um 50 g überschritten. Wir sind ein super Stillteam! Sie ist jetzt schon so anders als ihre Schwester, ich finde es echt faszinierend, wie unterschiedlich Menschen schon als Neugeborene sein können.

Ich weiß noch, dass wir in der Schwangerschaft mit K1 ein Babyfon kauften, weil es für uns zur Erstausstattung einfach dazugehörte,  und mich dann nach ein paar Wochen fragte – Warum überhaupt? Das Ding nutzt man in den ersten Monaten eh nicht, weil das Baby eh nur schläft, wenn man ganz dicht dabei ist. Tja, jetzt ist K2 zwei Wochen alt und wir haben sie schon mehrfach – tagsüber wie abends – allein im Babybay schlafen lassen weil sie schlicht gepennt hat. Am Samstag morgen hat sie bestimmt eine Viertelstunde im Kinderzimmer ganz allein und wach zufrieden auf der Krabbeldecke gelegen und sich die Welt angeschaut. Sie fordert Nähe und Kuscheln sehr deutlich ein, besonders zum Einschlafen möchte sie einfach auf den Arm oder nochmal kurz stillen, aber es gab auch schon Situationen wo sie ganz deutlich signalisierte, dass sie jetzt bitte so ins Bett gelegt werden möchte, und auch einschlief.

Ich bin auch erheblich entspannter. Wir sind unterwegs und K2 will nicht so recht stillen? – Das wird schon, dann holt sie sich halt abends was sie braucht. Genau so ist es. Sie schläft viel tagsüber? – Kann man eh nicht ändern, sie wird nachts schon schlafen und der Rhythmus stellt sich irgendwann von allein ein. Bei K1 habe ich mir über solche Dinge echt den Kopf zerbrochen.

K1 ist weiterhin völlig vernarrt in ihre Schwester („Mama, ich hab die K2 rich-tig lieb“). Sie ist ein wenig neidisch, dass die Kleine getragen wird. Die Anregungen, die wir durch die Lesung und das Buch von Nora Imlau erhalten haben (So viel Freude, so viel Wut), helfen uns beim Umgang mit ihr, und das tut ihr sichtlich gut. Außerdem habe ich den ersten Abend allein mit beiden Kindern gemeistert!

Elternzeit ist toll, und ich bin froh und dankbar, dass wir genügend Geld verdienen, um uns eine großzügige Auszeit leisten zu können, ohne groß an die Finanzierung denken zu müssen. Wir Erwachsenen haben endlich Zeit. Zeit, tagsüber mal ein paar Worte zu wechseln. Zeit, um über die Kinder zu sprechen, wenn K1 mal nicht dabei ist. Das hat uns auf einige kleine Änderungen gebracht, die uns allen sehr gut tun.

Diese Woche waren wir vormittags im Café frühstücken und haben einen ersten vorsichtigen Stadtbummel gewagt, die Hebamme war da, der Mann hat nachmittags wieder viel mit der Großen unternommen. Dafür, dass die Geburt am Ende dieser Woche gerade mal 2 Wochen her ist, ganz schön ordentlich! Rückbildungskurs und Kanga-Training habe ich gebucht, in etwa 3-4 Wochen kann ich anfangen!

Am Wochenende war es wieder richtig heiß und schwül, sodass wir die Nachmittage draußen verbrachten: Den Samstag im Einkaufszentrum (mit Spielplatz für K2) und den Sonntag bei den Großeltern im Garten.

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So soll es sein – so kann es bleiben!

WMDEDGT Juni 2018

Auch im Juni fragt Frau Brüllen wieder: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Diesmal auf diesem Blog in der „Endlich zu viert“-Edition.

00:00 Stillen

03:00 Stillen

05:30 Stillen und wach. Ich habe Kopfschmerzen, habe wohl zu wenig getrunken. Rücken tut weh, Brüste tun weh. Meh. Ich döse vor mich hin.

05:50 K1 wird wach und ruft durchs Babyfon nach Papa. Die beiden gehen wohl in die Küche, ich nicke wieder ein. Irgendwann kommen die beiden dann zu uns. Beide Kinder kuscheln auf Papas Bauch, K2 wird ganz sanft gestreichelt, das ist so schön! Irgendwann drängt K1 darauf, dass ihre Schwester zu mir soll, und ich merke, dass sie mit Papa toben möchte und sich zurücknimmt, solange K2 noch bei ihm liegt. Das finde ich wirklich eine Leistung, sich so zurückzuhalten, und spreche mir ihr darüber.

07:45 Mann und K1 sind auf dem Weg in die Kita, danach macht er noch ein paar Erledigungen. Währenddessen raffe ich mich auf, wasche das Baby und ziehe es um:

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Die selbstgenähte Hose, hach! Sie passt!

Da K2 in der Wippe gerade maximal zufrieden ist, räume ich hier und da Kleinkram weg und dusche ausgiebig. Danach möchte sie dann doch nicht mehr allein sein, ist müde und dämmert ganz friedlich auf meinem Arm ein.

09:30 Der Mann kommt mit Besorgungen heim, wir machen uns einen gemütlichen Vormittag.

11:30 Die Hebamme kommt vorbei. Wir reden über alles mögliche, was das neue Leben zu viert betrifft, ich bekomme wie immer Tips. K2 wird gewogen:

Auch sonst ist alles top in Ordnung. So eine gute Nachsorgehebamme ist unglaublich viel wert, selbst für uns, die wir eigentlich keine nennenswerten Probleme mit der kleinen haben.

12:30 Wir machen Mittagessen, K2 hat Luft im Bauch und ist entsprechend unleidlich. Kann ich gut verstehen.

15:00 Der Mann holt K1 von der Kita ab. Ich räume noch Wäsche weg und schreibe den Blogpost über unsere erste Woche zu viert zuende.

16:30 Alle wieder da, wir gehen noch etwas auf den Balkon, K1 spielt mit Wasserpistolen, irgendwann meldet sie Hunger und wir essen belegte Brötchen zu Abend.

17:15 Der Mann verabschiedet sich von uns und geht. Was jetzt folgt, konnte der geneigte Twitterer schon in diesem Thread nachlesen:

Also, Nora Imlau ist auf Lesereise um ihr neues Buch zu bewerben und heute war sie ganz bei uns in der Nähe. Der Mann wollte hin und ich traute mir zu, mich um beide Kinder zu kümmern. Das hat sogar ganz gut geklappt:

K2 stillte noch einmal und schlief dann so fest ein, dass ich sie in ihr Bett legte. K1 spielte auf dem Balkon, malte zwischendurch, schaute mit mir ein paar Babybilder von sich selbst an und aß zwischendurch ihr Brötchen. Auf meinem Schoß bemerkte sie: „Mama… hast du keinen dicken Bauch mehr?“ – „Richtig, du kannst dich wieder bei mir anlehnen.“ – „Das ist doch SUPER!“

19:00 Wir machen uns im  Bad fertig und beginnen – K2 schläft immer noch seelenruhig im Schlafzimmer – das Abendritual. Wir lesen und reden wie immer, irgendwann fängt K2 an unruhig zu werden und ich hole sie zu uns. K1 hat nochmal Hunger und, ganz ehrlich, wenn ich sie mit meinen Bauchmuskeln noch nicht hochheben kann und noch ein Baby im Arm habe kann ich sie nicht davon abhalten, in die Küche zu wandern. Also gibt es nochmal Haferflocken.

20:00 Ungefähr um diese Zeit fängt der Mann an, mir Zitate aus der Lesung zu schicken, sowas:

… und das alles, während ich die Tochter davon überzeuge, dass das Licht jetzt bitte ausgemacht wird, obwohl sie dann ihr neues Kinderpflaster nicht mehr sehen kann.

Im weiteren Verlauf fällt dann der grandiose Satz „Mama, ich bin sooo müde, ich kann gar nicht mehr einschlafen!“, was die Situation recht treffend beschreibt. Irgendwann, kurz vor Ende, ist K2 dann doch hungrig und stillt. K1 kuschelt sich irgendwann in ihre Decke und schläft ein.

21:00 Ich sitze noch ein wenig im Dunkeln, das kleine Kind ruhig atmend auf dem Arm, das große Kind ebenso ruhig atmend zu meinen Füßen, lausche wie wir drei im Rhythmus atmen. Schön. Ich hab sie beide so lieb.

21:05 Darauf erstmal was kühles zu trinken und ein Eis. Ich schreibe diesen Blogpost und warte auf die Rückkehr des Mannes. Noch etwas über die Lesung reden, dann ab ins Bett!