Tag 294: Arbeit und Planung

Wieder „normalen“ Alltag zu haben ist echt schön. Naja, was 2020 eben so normal ist.

Viel Arbeit für uns beide, daher habe ich ansonsten auch nicht viel mehr gemacht als Kita, Arbeit, Kita, Netflix, Spielen, Kochen, Essen, Malen, Bett.

Ich glaube ich habe mich (hoffentlich nur) erkältet, aber da die Kinder ja seit 3 Wochen mit mal mehr, mal weniger Rotznase herumlaufen verwundert mich das auch nicht besonders.

Eigentlich wollte ich heute die Eltern der 6 Kinder schonmal informieren, die K1 auf ihren Geburtstag einladen wollte. Das war einer der seltenen Anlässe, wo ich mich freue, dass ich für sowas immer viel zu lange brauche: Während ich noch überlegte, was ich schreiben soll, rief mich der Tierpark an, dass jetzt statt 10 nur noch 5 Teilnehmer zur Führung dürfen (oder 2 Haushalte), entsprechend der hier geltenden Corona-Regeln. Schade, aber immerhin. Eine Absage hätte ich schlimmer gefunden, vor allem kontraproduktiv, denn dann werden solche Feiern ja in die Privatwohnung verlagert, wo die Ansteckungsgefahr höher ist als draußen – und genau deswegen haben wir uns ja für den Tierpark entschieden. Zumindest muss ich jetzt jedenfalls nicht noch 3 Familien wieder absagen, das wäre… unangenehm geworden. Ich hoffe, dass die Regeln so bleiben können und zumindest diese kleine Geburtstagsfeier stattfinden kann.

Tag 293: Ponys

Heute Morgen wurde K2 wieder mal um 5 wach, hat mit dem jetlaggeplagten Mann eine große Schüssel Müsli gefrühstückt und dann noch eine Runde gepennt. Das ist echt angenehm, nicht jeden Morgen komplett zuständig zu sein.

Wir werden jetzt wieder viel zu Hause sein, ich habe schon richtig Tatendrang, weiter zu entrümpeln und umzuräumen, würde ich nicht arbeiten könnte ich mich den halben Tag damit beschäftigen. Noch mehr als sonst, weil ja Museen und Schwimmbäder in näherer Zeit keine Ausflugsziele für uns sein werden. Die Mutter einer Kitafreundin von K1 hat nach einem Spieldate gefragt, ich habe geschrieben, im Moment nur draußen. Kam wohl nicht so gut an. Das ist ein unangenehmes Gefühl, selbst keinen Spaß zu haben, den eigenen Kindern einen schönen Nachmittag zu verwehren und gleichzeitig zu wissen, dass das Ganze glimpflicher ablaufen würde, wenn sich alle deutlich mehr zurückhalten würden, und dass man das tut, wozu eben überall aufgerufen wird. Kontakte reduzieren. Hmpf.

Das große Kind ist seit dem Wochenende wieder voll auf dem My Little Pony-Trip und ich habe ihr alle 6 Ponys zum Ausmalen ausgedruckt. Da hat sie sich jetzt ganz allein ein Projekt überlegt: Sie malt jeden Abend ein oder zwei Ponys aus, schneidet sie aus und möchte sie laminiert haben, damit sie Ponys zum Spielen hat. Ist das nicht cool?

Rarity und Pinkie Pie.

Dir Laminier-Idee hat sie von unseren Fensterbildern. Wenn sie wüsste, dass ich schon Ponyfiguren auf ihrer Geburtstagsliste stehen habe! Aber ich finde das so schön, dass sie sich ganz selbstständig überlegt hat, dass sie mit den laminierten Bildern spielen kann, und das so gezielt verfolgt.

K2 hat (zum Glück für uns) noch keine eigenen Fernsehwünsche und schaut begeistert mit. Nach dem Lied aus dem Dragons-Special auf Netflix kann sie jetzt auch die ersten Ponylieder mitsingen.

Ich war heute Abend ein wenig in der Corontänekneipe und jetzt bin ich müde und kann mich in ein angewärmtes Bett legen. Schön.

Tag 292: Alltag

Toll, vor 4 Tagen hat Bochum die 50 Fälle /100k/7d überschritten und jetzt sind wir bei 65. Ganz toll, wirklich. Irgendwie bin ich sogar zufrieden damit, dass wir im Sommer nicht noch mehr gemacht und uns mit mehr Leuten getroffen haben, jetzt muss ich nämlich nicht den Kindern erklären, dass wir das alles wieder nicht mehr machen können. So bleibt fast alles wie gehabt. Dass die Geburtstagsfeier von K1 auf der Schippe steht, ist schon schlimm genug. Wenn wir ein Freundebuch ausfüllen, sagt K1 bei „Das mag ich gar nicht“: Corona. Recht hat sie.

Es war heute so, so, so schön, beim Homeoffice-arbeiten nicht alleine zu sein. Beim Tee holen kurz zu quatschen. Gemeinsam Mittag zu essen. Allerdings müssen wir uns wieder absprechen und ich kann meinen Krempel nicht so liegenlassen wir ich will. Hehe. Für den Mann muss dir Umgewöhnung noch heftiger sein, der musste die letzten 3 Wochen „nur“ arbeiten, keine Kinder hüten, nicht kochen, nicht putzen. Als der Mann die Kinder abholte, hatte ich kurz Zeit und habe so viel weggeschafft! Ich musste nicht kochen und die Kinder gleichzeitig bespaßen!

Hachja. Ich bin erleichtert. Und Pläne für die nächsten Projekte, die jetzt 4 Wochen auf Eis lagen, haben wir auch schon. Wenigstens kleinere Renovierereien, Möbelumstellungen, Entrümpeln sollten ja pandemiekompatibel sein.

Tag 291: Sonntag und eine Einladung

Der Mann hat noch Jetlag, ist zu ungewöhnlichen Zeiten müde und zu ungewöhnlichen Zeiten wach. Den halben Morgen haben wir zu viert kuschelnd auf dem Sofa verbracht und zig Folgen My Little Pony geguckt. Gut, dass ich mit dem Geburtstagsgeschenkkauf noch gewartet habe, sie möchte nämlich jetzt zu Playmobil, Paw Patrol und Pokémon auch noch My Little Pony haben. Ist aber auch wirklich eine gute Kinderserie, finde ich.

Zwischendurch Hausarbeit: Wäsche ist schon fast komplett gewaschen, der Flur gewischt, alles aufgeräumt, Betten neu bezogen. Als K2 Mittagsschlaf machte, berieten wir uns, was wir den Rest des Tages machen wollten, als dem Mann einfiel – war da nicht was mit Geburtstagsfeier? Upsi! Um 13 Uhr haben wir also gemerkt, dass K1 um 15 Uhr eingeladen war. Okay, ich hatte es gestern noch ins Trello-Board eingetragen, aber eben noch nicht draufgeguckt.

Ja, wir haben K1 auf diese Feier gehen lassen – es waren „nur“ 5 Kinder und die sehen sich alle eh jeden Tag in der Kita. Wir gehen in keine Restaurants, keine Museen, keine Indoor-Spielplätze, keine Einkaufszentren, nicht zur Arbeit. Dieses Risiko sind wir jetzt eingegangen. K1 hatte richtig viel Spaß, die Kinder waren gemeinsam auf dem Spielplatz, die Eltern haben uns schon Fotos geschickt.

Morgen ist schon wieder Montag – das Wochenende war zu kurz.

Tag 290: Vereint

Juchuuu! Wir sind wieder zu viert! Endlich!

Die Kinder und ich hatten einen ruhigen, gemütlichen Samstag mit Netflix und ganz viel Basteln und Malen und am Abend kam endlich der Mann heim.

Er bringt jetzt gerade die Kinder ins Bett, ich habe schon aufgeräumt und ne Wäsche angestellt und genieße es gerade, nicht zuständig zu sein. Mal sehen, ob der Jetlag es ihm erlaubt, länger wachzubleiben als die Kinder.

So, ich habe heute *besseres zu tun* als Bloggen 🙂

Tag 289: Risiko

So, seit gestern Abend sind wir hier nun offiziell Corona-Risikogebiet. O Wunder. Zumindest sind unsere Arbeitgeber weiterhin und durchgehend pro Homeoffice, und zwar für fast alle Mitarbeiter. Hier brauchen wir uns also keine Sorgen oder Gedanken machen. Unsere Kontakte „weiter einschränken“ geht auch nicht, außer Kita, Lebensmittel Einkaufen und den Großeltern ist da nix. Also, nur virtuell. Kontakte zu Menschen und die Möglichkeit, für alles was mich beschäftigt ein offenes Ohr zu finden, habe ich dann der Corontänekneipe sogar mehr als vor Corona. Aber halt per Zoom oder Chat. Das tut mir sehr gut.

Was mir eher Kummer macht, ist der Geburtstag von K1, den wir bewusst extra im Tierpark statt zu Hause feiern wollten (und nur mit Kindern aus ihrer Gruppe, die sich ohnehin täglich sehen), damit er draußen stattfindet und sich niemand auf der Feier bei irgendwem ansteckt. Ich hoffe, die Geburtstage werden nicht abgesagt. Im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch 5 Personen aus 2 Haushalten treffen, oder gilt das als „Veranstaltung draußen“? Ich will die Regeln nicht bis aufs Letzte ausreizen oderso, ich bin nur der Meinung, dass eine Tierparkführung weniger Infektionsrisiko bedeuten würde als eine Feier bei uns zu Hause, die erlaubt wäre. Und ich möchte meinem Kind, das in der Kita jeden Tag Kontakt zu zig Menschen hat, wenigstens eine kleine Feier ermöglichen.

Außerdem haben der Mann und ich besprochen, dass wir einen Plan machen werden für den Fall, dass die Kita wieder schließt. So wie im Frühjahr machen wir das garantiert nicht nochmal, das war für uns alle vier mehr, als wir leisten konnten. Wir werden planen, wer die Kinder eventuell regelmäßig nehmen könnte, und wie wir unsere Arbeit so reduzieren oder verteilen können, dass das machbar ist. Und hoffen, dass es nicht nochmal so weit kommt.

Der Mann ist in ein paar Stunden auf dem Weg zu uns und ich freue mich ganz doll. Dann wird der ganze Pandemiekram erstmal vergessen sein und wir können uns freuen, dass wir das geschafft haben und sind endlich, endlich wieder zusammen. Hach.

Tag 288: Schnipsel

Wieder ein Tag geschafft. Ich mag diese „Kurz-vorm-Ziel-Müdigkeit“ nicht, wissen Sie was ich meine? Wäre der Mann jetzt noch ne Woche weg (O Nein, bitte nicht!), würde ich das alles hier sicher noch so lange wuppen. Und das gar nicht mal so schlecht – ich finde, ich habe die mittlerweile 3 Wochen echt gut hinbekommen. Aber jetzt, wo ich nur noch 2 Nächte vor mir habe, kann ich kaum erwarten dass er endlich wieder da ist. Genau so in der letzten Semesterwoche, kurz vor den Schulferien, in der letzten Arbeitswoche vorm langen Sommerurlaub.

Aber trotzdem war der Tag heute ganz in Ordnung. Zu Mittag habe ich mir heute Essen im Imbiss geholt – mit dem Fahrrad, und in der Apotheke war ich vorher auch noch. Wäre die Kita nicht so weit weg, ich bräuchte momentan echt kein Auto, höchstens zum Einkaufen. Schon krass. Und ehrlich gesagt waren die paar Minuten Bewegung auch viel angenehmer, als mich für die 800 m ins Auto zu setzen und nen Parkplatz zu suchen.

Der Abend war anstrengend, ich hoffe, ich habe die diversen Probleme gut begleitet, trotz selbst leerer Akkus. Jetzt schlafen die Kinder.

Tag 287: Nix neues

Ein… Tag halt. Herbstferien, also keine Musikschule. Kinder waren morgens super kooperativ und daher schon 7:30 in der Kita. Abends waren sie eher auf Kontra. Ich auf „Grenzen-Wahr-Modus“. Aber alles halb so schlimm.

Jetzt habe ich Edamame, Cola und eine Folge Discovery, was ich schon seit ein paar Tagen nebenbei nochmal schaue, weil ich ohne den Mann nix neues schauen mag und bald die neue Staffel startet.

Tag 286: Kinderkram

Heute waren die Kinder nicht um fünf wach, nein, heute haben wir alle verschlafen. Ups!

Dann musste es ziemlich schnell gehen, ich habe es ja schon beschrieben: Wenn ich die Kinder bringen und holen muss, habe ich nach Fahrtzeit, Arbeitszeit und Mittagspause nicht mehr so viel Puffer. Hetzen am Morgen mag besonders K1 überhaupt nicht leiden, aber ohne jetzt Details im Internet auszubreiten: Beide Kinder haben das ganz toll gemeistert. K1 hatte ein Problem von der Art „Falsche Kleidung, schiefes Pflaster, falsches Frühstück“ und während ich mich irgendwann einmal K2 widmen musste, hat sie es ganz allein gelöst, inklusive Durchführung, und sich danach sogar komplett selbst fertiggemacht, mit Kleidung raussuchen und Strumpfhose anziehen. Als dann K2 mit mir einen ganz ähnlichen Streit hatte, hat K1 die Situation aufgelöst indem sie ihre Schwester ganz nett angesprochen und ihr etwas angeboten hat. Das hat mich einfach sehr gefreut.

Abends hat K2 beim Abendessen ganz intensiv Verneinungen geübt, ich finde das sehr knuffig und gleichzeitig faszinierend. Sie bemerkte also „K2 Lätzchen *Zeigt auf Lätzchen, Stimme geht hoch*“… „K1 Lätzchen *Schüttelt energisch den Kopf, Stimme geht runter*“, und ich bestätigte: „Genau. K2 hat ein Lätzchen an. K1 hat KEIN Lätzchen an.“ – „K1 Lätzchen ab-an.“ Am Ende hat sie sogar einmal „kein“ gesagt, aber dieses Ausprobieren von Grammatik finde ich – als sprachwissenschaftliche Laiin – so spannend!

Es ist spät, ich wandere also jetzt auch ins Schlafzimmer. Übrigens ist K2, seit sie nachts kein Fläschchen mehr trinkt, nicht mehr abends aufgewacht. Was für eine Erleichterung, so viele Abende hintereinander nicht irgendwann plötzlich das Kind beruhigen zu müssen. Ich empfinde das als sehr erholsam. In diesem Sinne: Gute Nacht!

Tag 285: Montag

Heute Morgen wollte K1, anders als Ende letzter Woche, direkt nach dem Aufstehen in die Kita. Ihr geht es also wieder gut. Das Bringen und Holen zu und von der Kita läuft mittlerweile richtig rund. Ich kann das mittlerweile mit 2 Kindern besser, als ich es vor K2s Geburt mit K1 alleine je konnte. Ich weiß, wie ich früher auf bestimmte Verhaltensweisen reagiert habe, und bin mir ziemlich sicher, dass es nicht an den Kindern liegt, sondern daran, dass ich anders reagiere. Und das fühlt sich echt gut an.

Arbeit war wieder spannend, in den nächsten 2 Monaten werden wieder viele Projekte abgeschlossen und das zwingt mich, alle offenen Punkte zuendezubringen, was immer ein Erfolgserlebnis für mich ist. Außerdem arbeite ich gerade wieder mit meiner Bürokollegin zusammen und so Interaktion mit Erwachsenen ist ja auch was feines. Lernt man im Homeoffice richtig zu schätzen.

Wenn die Kinder gesund bleiben, was ich hoffe, wird die letzte Woche vielleicht sogar richtig easy.