Fürsorge

Wir hatten heute einen sehr schönen Samstag mit Bummel durchs örtliche Einkaufszentrum. Obwohl ich es extra ruhig habe angehen lassen – normalerweise bin ich diejenige, die aus einem entspannten Bummel ohne großartige Ziele einen durchgeplanten Erledigungs-Marathon macht – war ich hinterher echt geschafft und habe mich, als das Abendessen auf dem Weg in den Ofen war, nochmal hingelegt:

Die große Tochter hat mittlerweile sehr gut verstanden, dass ich sie nicht mehr tragen kann, und so sehr es mich vorher auch genervt hat, wenn sie es trotzdem gefordert hat, finde ich es trotzdem heftig für so ein kleines Kind, dass sie sich derart zurücknimmt. Mir selbst fällt es ja schon schwer (Selbstfürsorge und so), das einzufordern, weil ich es eigentlich gern noch können würde. Aber es geht halt nicht. Wenn wir zu dritt sind, orientiert sie sich daher momentan sehr am Papa – der kann sie noch tragen oder auf die Schulter nehmen.

Gerade bringt der Mann sie ins Bett (Auf der Rückfahrt im Auto um 16 Uhr eingepennt, Eltern wissen was das heißt) und ganz viel arbeitet in ihr. Ich hatte vorhin noch die abendlichen drei Bücher mit ihr gelesen und dabei machte sie sich so viele Gedanken. Sie sagt, dass sie nächsten Winter etwas bestimmtes unternehmen möchte und überlegt, was das Baby dann anziehen kann, dass sie es mitnimmt und festhält, dass es ihre Jacke haben darf, die ihr zu klein geworden ist… solche Überlegungen hat sie in letzter Zeit häufig. Ich finde das alles ganz herzerwärmend und fürsorglich, aber manchmal denke ich, sie brauch sich als Kind da echt noch nicht so viele Gedanken machen. Wir kümmern uns da schon drum.

Schlaf schön, mein Kind.

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WMDEDGT April 2018

Wow. Wenn das mit dem Entbindungstermin ungefähr hinhaut, ist das übernächste WMDEDGT dann das (der?) erste zu viert! Mehr gibt es seit fünf Jahren (Glückwunsch!) bei Frau Brüllen.

01:00 Ich schicke noch zwei Blogposts ab. Jetzt bin ich wegen Kind betüddeln (für die, die nicht regelmäßig lesen: Immer wieder hohes Fieber seit vorgestern) und Wäsche machen ( Niemals trockene Wäsche ungefaltet im Wäschekorb lassen, das führt nur zu Wäschestau!) schon so lange auf, da will ich das unbedingt noch aufschreiben und veröffentlichen. Das tut gut.

01:30 Tochter wacht vor Schmerzen und Fieber weinend auf. Sie kommt zu mir ins große Bett, während der Mann aufs Sofa umzieht – gestern haben wir es andersherum gemacht, sodass jeder von uns mal zu ein paar Stunden ungestörtem Schlaf kommt. Bei dem momentanen Schlafmangel ist das nötig.

05:59 Ich wache, wie immer wenn ich meinen Lichtwecker nutze, kurz vor dem Weckton auf und deaktiviere ihn schnell, damit die Tochter nicht aufwacht. Wir dösen noch ein wenig weiter – okay, ein wenig länger – und stehen alle so gegen sieben auf. Die Tochter hat über Nacht ziemlich große Lippenbläschen bekommen. Zumindest haben wir jetzt ein Symptom außer „Fieber und Schmerzen“. Der Mann hilft mir, das unwillige Kind für den Kinderarzttermin zu waschen und anzuziehen. Verständlich, bei Krankheit und Schmerzen, aber da muss sie durch.

08:30 Wir kommen pünktlich beim Kinderarzt an, momentan geht es der Tochter recht gut und sie rutscht wie immer im Wartezimmer.

Als wir im Sprechzimmer sind, quasselt die Tochter auf einmal wie ein Wasserfall – Wahnsinn! Bisher war sie in solchen Situationen immer schüchtern und traute sich nicht, mit Fremden zu reden, bevor sie sich alles mindestens eine halbe Stunde angeschaut hat. Wir haben das immer so akzeptiert und versucht, ihr zu vermitteln, dass das irgendwann von selbst kommen wird. Genau so war es! Jetzt wissen Arzt und Arzthelferinnen jedenfalls, dass ich einen „dicken Bauch mit einem Baby drin“ habe, dass sie eine „Anti-Ziep-Bürste“ hat mit der das Haarekämmen „gar nicht ziept“ und dass sie ein Fieberthermometer hat „und dann ist das rot geworden weil ich Fieber hatte!“. Wir wissen jetzt außerdem, dass sie eine virale Mandelentzündung und Lippenherpes hat und haben entsprechende Instruktionen bekommen. Arme Kleine.

09:30 Nach dem Kinderarztbesuch machen wir noch einen Abstecher zum örtlichen Supermarkt, kaufen Obst, Mittagessen und Eis für den schmerzenden Hals. Das erste Eis gibt es gleich hinter der Kasse, was ich bei Mandelentzündung echt verstehen kann. Komische Blicke sind mir da egal. Beim Einpacken fallen die Weintrauben um und alle losen Trauben kugeln über den Boden. Eine ältere Dame bemerkt: „Jetzt liegen ja mehr auf dem Boden, als Sie noch in der Tüte haben!“ – Ja. Stimmt. Bleibt ruhig stehen und lasst die Hochschwangere ruhig über den Boden krabbeln und alle Trauben einzeln aufsammeln. Ich verkneife mir Kommentare.

10:00 Nachdem Kind und Einkauf in die Wohnung verfrachtet sind, klingelt der Postbote und bringt die lilanen Sommerschuhe fürs Kind, die ich bestellt hatte. Das Modell hatten wir letztes Jahr in grün, also ging ich davon aus, dass die nächste Größe dieses Jahr okay ist. Sie passen genau und die Tochter ist begeistert. „Sommerschuhe! LILA!“

11:00 Kind möchte aufs Töpfchen, dann doch nicht, dann malen, dann Kugelbahn, dann Bilder von sich schauen, im Minutentakt was anderes. Ich kenne das schon – sie ist müde. Wir machen es uns im Kinderbett gemütlich, schmusen und schauen ein paar Fotos. Für mehr als eine Dreiviertelstunde dösen reicht es heute nicht. Irgendwann ist der Hunger größer als die Müdigkeit. Ich sehe das ähnlich.

12:00 Es gibt Hühner-Nudelsuppe. Bei uns heißt das „Bouillon“, wegen dem Janosch-Buch (Ich mach dich gesund, sagte der Bär). Die Tochter ißt ihre ganze Portion, ich mache mir noch einen Salat dazu. Danach räume ich ein wenig auf, wir lesen, schauen Fotos und Videos und spielen etwas. Highlight war heute die tolle Kugelbahn, die wir komplett auseinandernehmen und neu aufbauen. Ich mache mich an eine komplizierte Bahn, während die Tochter „eine kleine Bahn, für unser Baby, damit das auch damit spielen kann“ baut. Irgendwann nimmt sie sich zwei Rutschen und probiert aus, wie die Kugel über einen „Hügel“ oder in einer „Senke“ rollt. Physik für dreijährige, sozusagen. Sie ist dabei so konzentriert und macht das so bezaubernd, dass ich irgendwann meine ausgefeilte Bahn links liegenlasse und ihr einfach zuschaue.

16:00 Das Fieber geht wieder hoch, die Tochter mag sich in meinem Arm ausruhen und wir schauen ein paar Eiskunstlaufvideos auf YouTube. Ich versuche jetzt nicht mehr, sie zum Schlafen zu bewegen, das ist mir zu spät. Nach einiger Zeit steht sie auch wieder auf. Kurze Zeit später kommt endlich der Mann nach Hause, die Tochter freut sich. Er erledigt einigen Kram, den ich körperlich nicht mehr so gut schaffe (Müll und Altpapier wegbringen zum Beispiel) und widmet sich anschließend der Krankenpflege.

19:15 Ich hatte mich mit meiner Mama zum Essen verabredet und gehe trotz krankem Kind. Sie ist beim Papa wunderbar aufgehoben und, ehrlich gesagt, tut mir ein wenig kindfreie Zeit nach 3 Tagen echt gut. Wir gehen Pizza essen und reden über alles Mögliche.

22:00 Ich komme heim, die Tochter schläft und der Mann sitzt schon auf dem Sofa. Ich setze mich noch kurz dazu, wir besprechen den „Nachtdienst“ sowie den Plan für morgen und fallen dann müde ins Bett.

Das war es auch für den WMDEDGT-Tag im April 2018 – die Tochter hat nämlich bis nach Mitternacht durchgeschlafen. Bis zum nächsten Mal!

Das war so nicht geplant.

Das mit der „Urlaubserholung“, die irgendwie bis in den Alltag hineinreichen soll, funktioniert bei mir ja eh nicht (Ich finde das Konzept auch eigentlich Quatsch – wenn ich vom Urlaub so sehr zehren muss, stimmt etwas im Alltag nicht). Trotzdem – musste es denn wirklich so dicke kommen?

Nach der Autofahrt begrüßten wir unser zu Hause und wunderten uns über den arg merkwüdigen, latenten Geruch. Erstmal lüften. Erstmal Sicherungen wieder einschalten. Warum hat gerade der Kühlschrank gepiept?

Ich übernahm als Biochemiker a.D. die Auswahl geeigneter Reinigungsmittel, der Mann trug die Müllbeutel mit vergammeltem Tiefkühlspinat, Kürbis, Leberwurst und Co. nach unten und so weiter. Was bin ich froh, dass wir weder Hackfleisch noch Fisch im Tiefkühler hatten! Die Tochter machte das alles zum Glück gut mit, obwohl sie sehr entrüstet reagierte, als sie herausfand, dass auch ihr Lieblingssaft schlecht geworden war („Papa, aber morgen lässt du den Kühlschrank bitte an! Nicht wieder ausmachen!“).

Am Samstag quartierten wir die Tochter kurzfristig bei den Großeltern ein, Sandkasten für dieses Jahr einweihen. Wir putzten derweil zuende (Natron, Waschmittelpulver, Sterilium, Kaffeepulver, alles was es so an Hausmittelchen gegen hartnäckigen Gestank gibt) und machten einen Großeinkauf, um die Vorräte wieder aufzufüllen. Spoiler: Heute, vier Tage später, sieht es ganz so aus als wäre die Reinigungsaktion erfolgreich gewesen. Die Lüftung des NoFrost-Kühlschranks transportiert den Restgestank langsam, aber sicher heraus und das Kaffeepulver erledigt den Rest.

Sonntag und Montag: Osterfeierei bei beiden Großeltern. War schön, aber anstrengend.

Am Dienstag sollten dann Arbeit (Mann), Kita (Tochter) und Mutterschutzvorbereitungen sowie Wohnung entrümpeln (ich) auf dem Plan stehen. Davon klappte nur der erste Punkt so wirklich. Die Tochter bekam hohes Fieber und blieb, richtig krank, bei mir zu Hause. Da es noch nicht besser ist und wir nicht herausfinden, was die Ursache ist, geht es morgen erstmal zum Kinderarzt.

Ich betüddelte also, so gut es mir möglich war, tagsüber die Tochter, der Mann übernahm die Nächte. Tja, so war das nicht geplant. Immerhin habe ich trotzdem so einiges erledigen können: Der Termin fürs Geburtsplanungsgespräch steht, Geburtsplan und Kliniktasche habe ich auch angefangen, Wickeltasche saubergemacht, die gesammelten Briefe von unserem Urlaub abgearbeitet, Wäschen gewaschen, getrocknet und zusammengelegt, Sommerreifen aufs Urlaubsauto aufziehen lassen. Klingt ziemlich produktiv für zwei Tage mit krankem Kind in der 33. Schwangerschaftswoche.

Ach ja, die Waschmaschine hat uns auch noch einen gehörigen Schrecken eingejagt, die brach nämlich ihr Programm mit einer Fehlermeldung ab. Nach kurzem Googeln (warum behalte ich überhaupt die Bedienungsanleitung?) war die harmloseste Erklärung allerdings ein Fremdkörper im Flusensieb, und nachdem Mann und ich das Wasser abgelassen hatten fischten wir ein Stück Plastikfolie aus dem Sieb. Also, alles nochmal gut gegangen. Puh. Nur die Wäsche war halt ein paar Stunden später fertig als geplant.

Und warum blogge ich das alles noch nach Mitternacht?

Weil es mir trotzdem gerade irgendwie gut geht und ich sicher bin, dass wir das schaffen. Weil ich durchdrehe, wenn ich mehrere Tage das Gefühl habe, nur zu „überleben“ und mein Pflichtprogramm abzuspulen um danach ins Bett zu fallen. Weil ich auch diese Tage festhalten möchte und nicht nur die Schönen.

Jetzt ist es aber trotzdem höchste Zeit fürs Bett. Gute Nacht.

Zeeland 2018 – Tag 13,14 und 15

Tag 13 – Mittwoch: Morgens war es noch trocken und nach dem Frühstück ging es wie schon so oft zum Kinderbasteln. Heute wurde eine Laterne mit Transparentpapier gebastelt, dazu gab es sogar Stab und ein Teelicht und abends nach der Kinderdisco den dazugehörigen Laternenumzug, den wir aber nicht mehr mitgemacht haben. Die Idee finde ich aber echt schön!

Der Rest des Tages war ziemlich regnerisch und so legten wir noch einen letzten ruhigen Tag ein, ruhten uns aus, lasen Bücher, sprachen mit der Tochter über das Baby in meinem Bauch und malten noch einmal alle mit Wasserfarben. Familienzeit halt.

Nachmittags machten wir uns dann doch noch zu einem kleinen Ausflug auf und aßen lecker im „Fish & More“ in Burgh-Haamstede. Mann und Tochter verputzten eine Portion Kibbeling mit Pommes und Salat, ich gönnte mir eine Portion lokal gefangener Sprotten, die die Tochter höchst kritisch beäugte, aber schließlich doch probierte.

Tag 14 – Donnerstag: Traumwetter! Den letzten ganzen Urlaubstag wollten wir ordentlich ausnutzen. Morgens begann ich damit, die nicht mehr gebrauchte Wäsche und sonstigen Kram schonmal zu packen und die beiden anderen machten sich zu Fuß bzw. Laufrad zum Kinderbasteln auf, sodass ich meine Hüfte noch etwas schonen konnte. Diesmal war übrigens ein Bilderrahmen aus Pappe an der Reihe – für die Tochter natürlich komplett lila bemalt.

Die gesamte Strandausrüstung wurde gepackt und zum Vrouwenpolder Strand transportiert:

Den Rest des Tages verbrachten wir mit latent müdem, aber gut gelauntem Kind am Strandspielplatz – sie saß bestimmt eine halbe Stunde auf der Tunnelrutsche und feuerte die rutschenden Kinder an, ging selbst zu Wipptieren, Stangen, Hängematten oder Kletterwänden während wir uns auf unserer Picknickdecke ausruhen konnten. Ein Traum! Zwischendurch spielten wir – okay, hauptsächlich der Mann, ich war froh, dass ich mich mal ausruhen konnte – immer wieder mit ihr, sammelten Muscheln, schaukelten und ließen nochmal ihren Drachen steigen. Irgendwann machte ich mich auf zum nahegelegenen Imbiss und besorgte uns allen, wie sich das im Niederlande-Urlaub gehört, Frikandel speciaal mit Pommes. Die vertilgten wir dann in der Frühlingssonne auf unserer Picknickdecke sitzend.

Das war ein toller, würdiger Abschluss für diesen tollen Urlaub! Abends bekam die Tochter dann zum ersten Mal so richtig mit, dass der Urlaub zuende geht und was es bedeutet, alle Sachen wieder einzupacken, worauf wir Eltern noch versuchten einzugehen und es ihr so gut wie möglich erklärten. Wir gingen dann auch recht zügig ins Bett – morgen müssen wir um 10 aus dem Haus sein! (Okay, den restlichen Vla haben wir noch aufopferungsvoll verbraucht)

Tag 15 – Freitag: Abreisetag. Schade, es war schön! Wir hatten ein Abreisefrühstück im Restaurant des Parks gebucht, wodurch wir außer einer Schale Haferflocken mit Milch für die Kleine kein Essen mehr brauchten. Das war wirklich praktisch, weil so auch das Spülen fast wegfiel. Wir schafften mit etwas Beeilung alles rechtzeitig und saßen um 9:40 am Frühstückstisch – Auto komplett gepackt und Haus besenrein verlassen. Nach dem Essen gingen wir noch eine letzte Runde auf den Spielplatz – ein wenig auspowern vor einer langen Autofahrt tut gut – und verabschiedeten uns vom Ferienpark.

Eine kleine Tradition ist, da wir da mit der Tochter sonst nie hingehen, dass wir bei Urlaubsreisen einen Zwischenstopp an einem McDonald’s machen. So fiel unsere Wahl heute auf einen McDonald’s in der Nähe von Eindhoven, der etwa auf halber Strecke lag. Außer einem Stau von einer knappen halben Stunde, den wir versehentlich geschickt umfuhren,

war die Fahrt eigentlich unspektakulär. Die Tochter interessierte sich sehr für den Stau, vor allem, als wir an der „Ursache“, einem liegengebliebenen LKW, vorbeikamen. „Wie war das nochmal mit dem Stau?“ „Wie war das nochmal mit dem LKW?“ „Was war da nochmal für ein Abschleppwagen?“ – Naja, Autofahrt mit dreijähriger wird halt nicht langweilig und man übt sich im Erklären. Nach dem Zwischenstopp machte sie dann allerdings einen Mittagsschlaf, das tat uns allen gut und die Fahrt verlief reibungslos.

Was bei der Ankunft zu Hause passierte, kommt dann im nächsten Blogpost.

(Fotos werden nachgereicht)

Zeeland 2018 – Tag 11&12

Tag 11 – Montag: Der Wochenanfang und erste Osterferientag bescherte uns noch einmal tolles Wetter.

Nachdem das gestrige frühe Einschlafen des vom Schwimmen müden Kindes zu gut 12 Stunden ruhigem Nachtschlaf führte, waren auch wir Eltern endlich mal richtig ausgeschlafen. Ich holte also direkt Brötchen und wir frühstückten gemütlich.

Als nächstes standen einige Erledigungen – Geldautomat, kurzer Lebensmitteleinkauf – und Mittagessen auf dem Programm, was sich alles laut Google Maps in Burgh Haamstede erledigen ließ. Nach dem Einkauf kehrten wir also in der Pannekoekenmolen De Graanhalm ein und nutzten erst einmal, da die Sonne gerade herauskam, den schönen Spielplatz auf dem Außengelände:

Im Restaurant suchten wir dann unsere Pfannekuchen aus. Die Tochter entschied sich für Rosinen und Honig, der Mann für Speck-Käse-Champignons und ich wählte Speck und Apfel. Alles sehr zu empfehlen!

Als wir wieder herauskamen, waren die letzten Wolken verschwunden, wir schauten uns Mühle und das angeschlossene Lädchen an und nutzten den Spielplatz ausgiebig.

Das war schön.

Nachmittags ging es wieder an den Strand – eine Idee kälter und windiger als vorgestern, und als wir die Spitze (Kuppe? Wie nennt man das?) des Deichs erreichten, sahen wir schon die ersten Lenkdrachen. Der Mann holte also noch unseren aus dem Auto, wir spielten kurz im Sand und suchten uns dann ein Plätzchen für die Lenkmatte. Die Tochter war dieses mal so Feuer und Flamme – das war im letzten Urlaub noch nicht so – dass sie auch mal probieren wollte, die Matte war für sie aber noch zu schwer zu steuern. Für ein paar Euro erstanden wir im Surfladen also einen Einleiner. Die Tochter war begeistert!

Ja, so hab‘ ich mir das vorgestellt.

Tag 12 – Dienstag: Der Sonnenaufgang war ja noch echt schön, aber dann zog es sich zu und regnete immer mal wieder.

Tochter und ich gingen mal wieder zum Kinderbasteln und wir kochten lecker zu Mittag, während sie auf dem Couchtisch mit den übrigen Töpfen Bouillon für Stofftier und Puppe „kochte“, die waren nämlich krank. Ja, wir lesen gerne Janosch.

Dienstag ist Bauchfototag:

Da es der Tochter beim zweiten Mal so viel besser gefallen hatte, fiel unsere Wahl für den Nachmittag mal wieder aufs ferienparkeigene Schwimmbad. Das war dieses Mal absolut genial – nachdem die Kleine anfangs so zögerlich gewesen war, hüpfte und sprang sie jetzt im Wasser, ließ sich hochheben und ins Wasser plumpsen, tauchte unter, kletterte auf Matten, jagte ihrem Ball hinterher und sprang sogar immer wieder von den Absätzen, wo sie stehen konnte, in tiefere Bereiche, wo sie dann selbst wieder zurückpaddelte (mit Schwimmflügeln, natürlich, aber eben Fortbewegung aus eigener Kraft). Das mit einer Lebensfreude, es war einfach schön!

Einen regnerischen und einen sonnigen Tag sollen wir bis zu unserer Abreise noch haben. Ich bin gespannt!

Zeeland 2018 – Tag 9&10

Tag 9 – Samstag: Endlich – Wetter wie aus dem Bilderbuch. Aber von vorn:

Morgens ging es nach dem Frühstück erstmal los zum Kinderbasteln, diesmal gab es eine Maske zum Ausmalen und Ausschneiden. Dann noch kurz auf den Spielplatz, jetzt ist auch das Trampolin eröffnet:

Danach kam endlich die Sonne heraus – morgens war es noch bewölkt – wir packten schnell unser Strandzeug und machten uns wieder auf den Weg zum Vrouwenpolder Strand. Dort erwartete uns traumhaftes Strandwetter, zumindest für Familie mit Kleinkind (nur der Lenkdrachen musste im Auto bleiben): zwar noch unter 10°C, aber sonnig und fast windstill. Wir aßen im Strandrestaurant eine Kleinigkeit zu Mittag

und dann ging es ab auf den Strand, Schuhe aus und auf den Spielplatz! Diesmal konnten wir ihn auch so richtig ausnutzen, bei unserem ersten Abstecher hierhin war es viel zu windig gewesen. Es wurde geschaukelt, gewippt, gerutscht, gebuddelt, balanciert…

Die ein oder andere Stärkung zwischendurch:

Wir blieben bis es schon anfing zu dämmern:

Ein Traum von einem Strandtag.

Tag 10 – Sonntag:

Wir wachten mal wieder früh auf – Zeitumstellung ist egal, wir haben eh einen verqueren Rhythmus momentan – und kamen erst langsam auf Touren, zumal das Wetter zwar trocken, aber kalt und neblig war. Zu Mittag gab es Bami Goreng bzw. Reis ohne alles (Raten Sie, für wen). Wir hatten ohnehin vor,den Gratis Eintritt ins Schwimmbad noch einmal zu nutzen, also verbrachten wir den gesamten Nachmittag dort.

Nachdem die Tochter beim ersten Mal noch recht skeptisch gewesen war, war sie heute umso begeisterter. Im Wellenbad kletterte sie immer wieder auf die Schaumstoffmatten und ließ sich ins Wasser plumpsen, kommt mittlerweile sogar mit Schwimmflügeln ein, zwei Meter vorwärts – stolz wie Bolle! Wir aßen dort zu Abend und blieben bis zuletzt – die Kleine schlief noch während der vierminütigen Autofahrt tief und fest ein und ließ sich ins Bett tragen. Wir machten es uns nach dem Auspacken auch noch auf dem Sofa bequem. Schwimmen macht Spaß – und müde!

Zeeland 2018 – Tag 7&8

Tag 7 – Donnerstag: Heute haben wir uns ganz bewusst einen Ruhetag gegönnt und keinen größeren Ausflug geplant. Der Mann ist erkältet und der Morgen fing mal wieder sehr früh an (die Tochter wacht im Moment gern vor 6 auf und hat richtig Hunger, schläft dann aber meist nochmal ein) und so wechselten wir uns am Vormittag ab. Die Hüftschmerzen, besonders nachts und beim Aufstehen, werden stärker, aber ich weiß zum Glück, dass es sich um ein vorübergehendes Problem handelt. Bei meiner ersten Schwangerschaft waren die Schmerzen quasi mit der nachlassenden Spinalanästhesie verschwunden.

Für einen regnerische Tag wie heute hatte ich der Tochter einen Wasserfarbkasten gekauft, mit dem ich sie überraschte – davon war sie gleich begeistert und hat richtig lange mit mir gemalt:

Leckeres Mittagessen gab es auch:

Zum Nachtisch: Natürlich Vla, für die Tochter und mich Stracciatella (die Packung ist lila, damit war die Wahl für sie getroffen), für den Mann Karamell-Vanille. Am Nachmittag dann packte derMann die Tochter ein und ging mit ihr noch kleine Besorgungen machen, ich blieb vernünftigerweise mit meiner Hüfte zu Hause, wienerte kurz durch die Wohnung und gönnte mir eine Runde Sauna ganz allein.

Als wir dann wieder komplett waren, gab es Abendessen und ich brachte die Tochter ins Bett, die schon so müde war, dass sie sich beim Lesen freiwillig hinlegte, und das will bei ihr was heißen.

Tag 8 – Freitag: Heute schlief ich aus, während der Rest zur Kinderanimation ging, die aber heute wegen Planwechsel anders stattfand als gedacht.

Mittagessen, heute in der Erwachsenen- und Kinderedition:

Eigentlich hatten wir wegen Schlechtwetter und Lagerkoller einen Nachmittag im Indoor-Spielplatz geplant, aber nach dem Mittagessen war die Tochter so müde, dass sie zum ersten Mal im Urlaub einen Mittagsschlaf machte. Wir nutzten die unerwartete Pause für gemütliches Chillen und Netflix (und Vla), das tat gut. Als alle wieder fit waren, packten wir den Bollerwagen und zogen gut ausgerüstet in Richtung Spielplatz los:

Dort spielte sie dann teils mit uns, teils allein mit der Babypuppe und auch mit anderen Kindern, wippte, schaukelte, rutschte und wir zogen uns irgendwann zufrieden auf eine Bank zurück.

Abends gingen wir zur Kinderdisco – die Tochter traute sich dieses Mal sogar mit auf die Bühne – und aßen ausnahmsweise auswärts zu Abend. Ich fand das sehr angenehm, den Abend mal nicht in der Wohnung zu verbringen, aber gleichzeitig mit dem Bollerwagen in 5 Minuten zu Hause sein zu können. So machten wir dann noch einen Abendspaziergang und bestaunten die Sterne am Nachthimmel.

Zeeland 2018 – Tag 5&6

Tag 5 – Dienstag: Was für ein toller Tag! Wir haben alle bis nach Acht ausgeschlafen, sogar ich fühlte mich richtig wach. Ich holte schnell Brötchen, während der Rest sich wusch und anzog, und wir frühstückten lecker. Um kurz vor zehn brachen wir dann in Richtung Kinderclub auf, wo Kinderbastelm stattfand:

Ich bin ja eigentlich nicht so der Typ für ausgedehnte Hotelanimation – die Unterkunft ist mehr Basisstation für unsere diversen Unternehmungen als Daueraufenthaltsort – aber das Basteln mit anderen Kindern tat der Tochter sichtlich gut. Sie war danach deutlich entspannter und nicht so hibbelig, als wir aufräumten und packten.

Als nächstes ging es an den Vrouwenpolder Strand, wo es einen großen Spielplatz in Schiff-Form geben sollte, und das stimmte auch:

Der Ausflug ging für meinen Geschmack etwas zu früh zuende, abr es war tierisch windig und alle Restaurants am Strand hatten noch zu, Klos gab es nicht und das war nicht wirklich der geeignete Ort für eine gerade trocken gewordene dreijährige.

Also wärmten wir uns mit Chocomel auf und besuchten mit vollgepacktem Bollerwagen den Parkspielplatz. Papa und Tochter waren ganz in ihrem Element, buddelten Sandburgen und wippten. Später wuselte die Kleine alleine und wir konnten uns auf eine Bank zurückziehen.

Zu Hause wartete dann wieder die vorgewärmte Sauna auf uns und zu Abend gab es frische Pasta mit Napoli-Sauce und Vla zum Nachtisch.

Tag 6 – Mittwoch: Wieder schönstes Märzwetter, kalt aber sonnig. Nach dem mittlerweile üblichen Morgenprogramm machten wir uns auf den Weg nach Middelburg, ein wenig schlendern und shoppen. Da wir ohne Kinderwagen unterwegs sind, hatte ich schon vorher einen innenstadtnahen Parkplatz gesucht – so schaffte die Tochter es auch, die Strecke zu laufen.

Das gotische alte Rathaus von Middelburg ist wirklich schön:

Als nächstes kehrten wir in einem Hema ein, um Kleidung für Tochter und Baby sowie Kleinkram zu shoppen. Das war auch ziemlich erfolgreich:

Ihre eigene Kleidung hat die Tochter übrigens komplett selbst ausgesucht – die pinke kurze Hose musste unbedingt mit, die Bärchenmuster fand sie ganz toll und das Mint und Blau steht ihr auch wirklich ganz wunderbar. Auch bei der Kleidung fürs Baby durfte sie natürlich (in gewissen Grenzen) mit aussuchen. Ich bin da ganz stolz auf meine Tochter, dass sie mit dem Frust, etwas im Laden nicht kaufen zu dürfen, richtig gut umgehen kann. Danach gab es Softeis für alle, mit Bärchenwaffel und bunten Streuseln für die Kleine und Schokosauce für uns.

Zu guter Letzt kehrten wir noch bei Albert Heijn ein, Lebensmittel kaufen. Auf der kurzen Autofahrt dorthin schlief die Tochter dann derart tief ein, dass sie sich schlafend in den Einkaufswagen setzen ließ – den Kopf auf ihre und Papas Jacke gestützt – und wirklich den kompletten Einkauf verpennte! Highlight für uns war, dass ich dem Mann an der Kühltheke die vorhandenen Vla-Sorten vorgelesen und ihm aufgetragen hatte, noch eine auszusuchen, weil ich etwas anderes holen ging (Chocomel? Hagelslag? Egal.). Dachte ich. An der Kasse wunderte ich mich dann über die vielen Tetra Paks und es stellte sich heraus, dass er verstanden hatte, er solle von jeder Sorte eine Literpackung kaufen (Er kennt mich gut). Ich wollte erst alle bis auf zwei zurückbringen (zu viel Zucker, zu teuer, insert rational-vernünftiges Argument here), aber… jetzt haben wir einen ordentlichen Vla-Vorrat, und das ist doch viel schöner als erst „vernünftig sein“ und in 3 Tagen wieder welchen kaufen, weil er doch so lecker ist.

Jedenfalls ging es dann mit langsam wach werdendem Kind und schmerzender Hüfte ab nach Hause. Das Abendbrot war dann lecker, aber turbulent – mit ganz normalem, dreijährigem Kind halt. Zwischen sehr eloquent vorgetragenen Gründen, warum man A oder B essen/nicht essen kann und plötzlichem, bitterlichem Weinen weil der Stuhl an Stelle X stehen soll – und so weiter. Am besten haben ihr dann die gekochten Kartoffeln mit Salzkruste (Papas arrugadas für die Kanaren-Fans) vom Mittag am besten geschmeckt.

Wir Eltern haben dann den Abend zu Jessica Jones ausklingen lassen – mit einer Schale Vla nach Wahl.

Zeeland 2018 – Tag 3&4

Reisetagebücher habe ich schon oft versucht zu führen, aber wir entscheiden oft spontan, was wir an welchem Tag machen, und nach ein paar Tagen verschwimmt das dann so in meinem Kopf, dass ich gar nicht mehr alles zusammenkriege. Deshalb also: „Live“-Bloggen aus dem Urlaub.

Tag 3, Sonntag: Der Tag geht spät los (Tochter hat ungewöhnlich lange geschlafen) mit einem Urlaubsfrühstück, wie es sich gehört:

Das war lecker! Beim Brötchen holen hat der Mann noch bei der Parkrezeption den abgebrochenen Haustürschlüssel und Kleinigkeiten (Heizung muss entlüftet werden, Senseomaschine hat keinen Padhalter für 2 Tassen) reklamiert. Mal schauen, wie gut das klappt. Tochter und ich deckten derweil den Tisch.

Es ist immernoch kalt und bewölkt und wir verbrachten den Vormittag in der Wohnung. Mittags packten wir unser Schwimmzeug und fuhren zum nächsten, 7 Minuten entfernten Ferienhauspark, dessen Schwimmbad wir kostenlos mitnutzen dürfen. Das klappte wunderbar, die Tochter musste sich aber erstmal wieder ans Wasser gewöhnen – wir waren wegen dauerkrank schon so lange nicht mehr schwimmen! Es gibt ein großes Wellenbad, in dem dicke Schaumstoffmatten zum spielen schwimmen, ein Babybecken und ein etwas wärmeres Becken mit unterschiedlich tiefen Ebenen, wo wir uns beim Ballspielen ausgetobt haben.

Wir blieben, bis das Schwimmbad um fünf schloss und machten Blaubeerpfannkuchen. Für die Tochter selbstverständlich mit Pastachoca. Nach dem Zubettbringen dann noch eine Folge Jessica Jones für uns Erwachsene – Chromecast macht’s möglich!

Tag 4, Montag: Ich war heute mit Aufstehen dran, es war kurz vor sechs als die Tochter Hunger anmeldete. Wir stiefelten nach unten und aßen eine Kleinigkeit,der Mann durfte ausschlafen. Zum Glück habe ich mit kaltem Wetter gerechnet und genug Spielzeug für drinnen eingepackt. Als dann die Sonne aufgeht, wirkt es merkwürdig hell – Juchu, strahlend blauer Himmel!

Immer noch Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt, aber das ist mal ganz was anderes! Wintersonne ist doch was schönes. Nach dem Frühstück lege ich mich nochmal hin und meine beiden ziehen los, die heißersehnte Metallschippe kaufen und auf dem großen Parkspielplatz einweihen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause fuhren wir nach Burgh Haamstede, ein wenig das Städtchen anschauen. Schon die Hinfahrt über das Oosterschelde-Sturmflutwehr war sehenswert. Die Tochter schlief währenddessen allerdings ein und verschlief den größten Teil des Spaziergangs durch das im Winter ruhige, aber charmante Städtchen. Als wir auf einer Bank in der Sonne saßen wachte sie wieder auf und wir organisierten eine kleine Stärkung:

In weiser Voraussicht hatte ich vor unserer Abfahrt die Zeitschaltuhr der Ferienhaussauna aktiviert und so wartete nach einer weiteren kurzen Spielplatzrunde eine warme Sauna auf uns. Sogar die Tochter traute sich dieses Mal mit hinein (natürlich war sie nicht so heiß, wie wir Erwachsenen sie uns einstellen würden) und genoß die Wärme. Zu Abend gab es frische Tortellini Carbonara aus dem Supermarkt – ja, den Unterschied zu getrockneten Nudeln schmeckt man definitiv. Lecker.

Ach ja – Während unserer Abwesenheit war auch der Servicemensch da, Heizung wird wieder richtig warm und die Kaffeemaschine komplett. So mag ich das.

Der Plan für die nächsten zwei Tage steht. Jetzt ab aufs Sofa!

Zeeland 2018 – Tag 1&2

Juchu, wir sind im Urlaub!

Am Anreisetag hatte ich erstmal noch früh einen Termin bei meiner Gynäkologin. CTG mag das Baby jedenfalls nicht – ich hab noch nie derartige Tritte im Bauch gespürt! Es ist aber weiterhin auch zum dritten Screening alles top in Ordnung – außer meiner Hüfte und dem Eisenwert, aber nunja – Baby liegt immernoch mit dem Kopf unten und wir konnten ganz beruhigt in den Urlaub starten.

Währenddessen hatte der Mann schon die letzten Sachen gepackt und das Auto vollgeladen. Die Tochter war dementsprechend aufgeregt und am späten Vormittag ging es los in Richtung Zeeland.

Die Fahrt war angenehm unspektakulär, mit nur einem Zwischenstopp zum Essen und Spielen und 10 Minuten Stau. Das Ferienhaus in der Noordzee Residence de Banjaard ist genau wie bestellt, gut ausgestattet und richtig gemütlich. Wir kauften kurz das Nötigste ein, aßen zu Abend und kamen erst einmal an. Ein ganz normaler erster Urlaubstag eben.

Am Morgen erwartete uns eine Überraschung: Dass es kalt werden sollte, das wussten wir, aber es hat tatsächlich ordentlich geschneit! Also,ein paar Zentimeter halt. Das Schneegestöber zusammen mit böigem Wind an der See sorgte für ordentliche Verwehungen – wie kleine Dünen sah das aus. Unser Garten gestern und heute:

Der Mann erklärte sich bereit, Brötchen zu holen, die wir dann, wie es sich für einen Urlaub in den Niederlanden gehört, mit Pastachoca frühstückten. Den Vormittag verbrachten wir irgendwo zwischen Ausruhen und Spielen in der Wohnküche unseres Ferienhauses. Dank gratis WLAN und mitgebrachtem Chromecast am Fernseher konnten wir sogar unsere Musikbibliothek streamen (für die Tochter geht derzeit nichts über „Meine Tante aus Marokko“), das ist echt praktisch. Gegen Mittag brachen wir zum Albert Heijn XL in Vlissingen auf, um uns mit holländischen Leckereien einzudecken. Gemüsemix, Stroopwaffels, Duo Penotti, Vla, you name it.

Diese Gemüsemischungen für den Wok liebe ich ja heiß und innig. Je nach Wunsch mit etwas Fleisch in die Pfanne, Woksauce dran, dazu Reis oder Nudeln. Perfekt. Das gab es dann auch.

Da wir ja extra einen Ferienhauspark direkt am Meer gebucht hatten, musste ich unbedingt, wenn auch nur kurz, heute noch wenigstens einmal das Meer sehen. Das gehört für mich einfach zum Urlaubsanfang dazu. Das haben wir dann auch gemacht:

Kalt war es! So kalt, dass dem Mann beim Versuch, das Ferienhaus aufzuschließen, der Schlüssel im Schloss abbrach. Ja, so habe ich auch geguckt. Zum Glück haben wir zwei, und meinen hatte ich in der Hand, der war warm.

Zu Hause (O-Ton Tochter: „Wo ist denn hier der Urlaub?“ – „Du meinst unser Ferienhaus?“ – „Ja.“) nutzten wir Erwachsenen die Sauna und die Tochter die Badewanne. Die Sauna mitzubuchen, war bei -2°C definitiv die richtige Entscheidung. Das hat so gut getan! Nach dem Abendessen sitze ich nun schön durchgewärmt auf dem Sofa, lausche dem Wind draußen und blogge, während der Mann die Tochter ins Bett bringt.

Endlich Urlaub.