Sofa!

Habemus Bettsofa!

Es ist so: Unser altes Sofa haben wir vor dem Umzug in diese Wohnung gekauft. Für diese Wohnung hätten wir so eines nicht genommen – zwei Sitze und Recamiere – aber es passte rein und ich mochte es. So nutzten wir es also noch vier Jahre hier.

Die Recamiere war schön und bequem, aber aufgrund des Schnittes der Wohnung blockierte sie den Weg zur Balkontür und, um ehrlich zu sein, so wirklich oft habe ich auf der Recamiere dann auch nicht gelegen. Dazu kam, dass das Sofa keine Bettfunktion hatte und ich das schon praktisch gefunden hätte, für Übernachtungsgäste und gemütliche Fernsehabende (TV im Schlafzimmer boykottiere ich). Nach langer Suche habe ich kürzlich auch endlich ein Bettsofa gefunden, das all unsere Kriterien erfüllte (Ausklappmechanismus, waschbare Bezüge, sowas).

Nunja, wir haben demnächst endlich mal wieder Übernachtungsgäste und – yay, ihr müsst nicht auf ner Luftmatratze pennen! Bettsofa ftw!

Ablauf war: Altes Sofa verkaufen, Neues Sofa bestellen, altes Sofa abholen lassen (vor einer Woche), neues Sofa liefern lassen und aufbauen (heute). es kam zum Glück schon morgens und plötzlich war das ganze Wohnzimmer voll mit 10 Kartons. Hach, die Freuden eines Einkaufs beim Möbelschweden! Das erste Element war schnell aufgebaut, beim Bettsofa-Teil konnte ich zu meinem Leidwesen tatsächlich am besten helfen, indem ich mit K2 spazieren ging, denn Bett-Ausklapp-Mechanik mit Metallgestänge und riesigen Spannfedern vertrug sich so gar nicht mit neugieriger Einjähriger, die alles anfassen will. Trotzdem hätte ich lieber mit aufgebaut. Als wir vom Spaziergang wiederkamen, war dann der gefährliche Teil aufgebaut und den Rest machten wir zusammen. Und es ist toll! Fast die gleiche Farbe wie vorher, keine Recamiere mehr, es sieht sehr gemütlich aus und ist es auch. Ich sitze gerade drauf.

Am Nachmittag waren wir Geburtstag feiern, das war auch sehr, sehr schön. Und morgen ist endlich mal wieder rein gar nix zwingend zu erledigen. Was nicht heißt, dass ich nix machen werde, im Gegenteil, aber es ist kein Muss.

Freitag, der 13.

Puh, äh… ja, das war ein bisschen sehr viel alles, diese Woche. Aber: Alles geschafft!

Gestern ergaben sich auf der Arbeit, zusätzlich zum geplanten Projekt, das heute fertig sein musste, noch zwei weitere sehr wichtige, sehr dringende Dinge, die auch alle zwingend heute fertig sein mussten. Als wäre das nicht unangenehm genug, fasste ich heute Nacht irgendwann zwischen 3 und 4 das kleine Kind an und, sagen wir so, für die Fieberdiagnose brauchte ich dann auch kein Thermometer mehr. Armes Glühwürmchen.

Und weil auch das für heute wohl nicht genug Ausnahmezustand war, hatte der Mann heute seinen letzten Arbeitstag vorm Weihnachtsurlaub, musste also auch noch dringend etwas fertigbekommen. Also musste ich zum ersten Mal seit der Elternzeit mit K2 die Großeltern aktivieren. Zum Glück klappte das problemlos. Arbeit: erledigt. K2 ging es auch den ganzen Tag über gut und Fieber hatte sie auch keins mehr.

Beim Abendritual zeichnet sich eine Änderung ab. Wir hatten uns ja schon länger mal vorgenommen, das Projekt „ein Erwachsener bringt beide Kinder gleichzeitig ins Bett“ anzugehen, denn das muss ja möglich sein und würde dem jeweils anderen einen deutlich längeren freien Abend ermöglichen. Letzten Mittwoch war ich ja eh allein mit den beiden Kindern, und der Mann hat es gestern Abend einfach auch gemacht, und ich heute wieder. War jedes Mal anders, hat aber immer geklappt. Das allerallerallerknuffigste war, dass K2 irgendwann nicht einschlafen konnte, der Mann (wohlgemerkt: ohne Protest vom Kind!) rausgegangen ist und sie sich in den Arm ihrer Schwester gekuschelt hat. Hach.

Montagsschnipsel

K1 war gestern Abend schon angeschlagen, heute morgen immernoch und so blieb sie heute mit dem Mann zu Hause, während ich den letzten Arbeitstag meines Kollegen nutzte, um einige Dinge zu klären. Ich bin mal gespannt: nächste Woche bin ich fast allein in der Abteilung. Das wird entweder super entspannt, weil keiner stört und kein anderes Projekt aufploppt und ich einfach eine Woche konzentriert Zeug fertigschaffen kann, oder mega stressig,weil doch noch irgendwas wichtiges gemacht werden muss, aber keiner da ist, der sich auskennt. Hm.

Zu Hause hatte der Mann schon den ersten Sagré des Winters fertig und der war echt lecker und tat richtig gut.

Abends wurde noch ein gemeinsamer Fonduebeschluss gefasst und… das war der vorletzte Arbeitsmontag des Jahres!

2. Advent 2019

Nachdem wir gestern so spät von der Weihnachtsfeier zurück waren, haben wir zur Abwechslung mal richtig lange geschlafen. Gegen 3 wanderte der Mann mit K2 nach nebenan, ihr ging es überhaupt nicht gut. Sie muss erst gegen 7 wieder richtig eingeschlafen sein, dafür liess ich dann den Mann bis 11 pennen. Ich dagegen blieb mit K1 im Bett und sie durfte noch ein wenig am Handy Elefanten-App schauen, während ich neben ihr döste. Das war wirklich erholsam, verglichen mit „um 6 aufstehen und anziehen“. Hach.

Zu Mittag machte ich Hühnersuppe, für das nasskalte Wetter und uns vier Schniefnasen genau das Richtige.

Nachmittags machte ich mich mit K1 zusammen auf den Weg: Wir haben das Weihnachtskonzert des Bochumer Musikschul-Kinderchors besucht, im neuen Musikforum:

Für K1 das erste Konzert und, wie sich herausstellte, eine gute Wahl. Schöne Lieder, manche bekannt und manche unbekannt, und die Kinder wie auch Chorleiterinnen haben das wirklich ganz toll gemacht. Die Weihnachts-CD des Kinderchors hat der Mann letztes Jahr gekauft und K1 fand die Lieder darauf so schön – ihr Lieblingslied wurde sogar heute wieder gespielt. Ich selbst habe während des Konzerts die ein oder andere Träne verdrückt: Vor rund 25 Jahren war ich zum letzten Mal auf einem Weihnachtskonzert, und zwar selbst auf der Bühne, mit „meinem“ damaligen Kinderchor. Und jetzt sitze ich mit meinem Kind im Publikum. Ein Vierteljahrhundert später.

Jetzt aber ab aufs Sofa – aufs Übergangssofa (a.k.a. Matratze mit gemütlichen Kissen). Das wurde nämlich gestern abgeholt und, wenn alles glatt läuft, gibt es nächstes Wochenende ein neues. Ein Bettsofa! (Und das wird hoffentlich schon bald zum ersten Mal von Gästen benutzt. Ich freu mich!)

Weihnachtsfeier

Heute fand also die diesjährige Garagen-Weihnachtsfeier mit Nachbarschaft und Verwandtschaft statt.

War wieder schön, wie immer, ich habe zwar wieder nicht mitgesungen (also, schon, nur nicht am Mikro), aber dieses Jahr hatte ich schlicht keine Zeit und es ist okay. Nette Leute, Glühwein/Punsch und Würstchen, Weihnachtsmusik: Klingt für mich nach einer guten Kombi.

K1 hat sich dieses Jahr zum ersten Mal ans Mikro getraut und hat mit zwei Freundinnen ihr Lieblingslied zum Playback gesungen. Ganz toll, ich bin so stolz!

Bis 9 haben wir ausgehalten, jetzt schlafen die Kinder und ich gleich auch.

So nicht, Nikolaus

Heute morgen hat K1, wie jedes Jahr, ganz erwartungsvoll die Wohnungstür geöffnet und eine Kleinigkeit vom Nikolaus gefunden. Aber gesehen haben wir ihn wieder nicht, den Schlingel! (K1 meint aber, sie hätte ihn noch weggehen gehört.)

Das war der Nikolaus, wie ich ihn mag.

Was ich überhaupt nicht mag? Lassen Sie mich ausholen. Ich versuche, bindungs-/ beziehungsorientiert zu leben und für uns funktioniert das sehr gut – zumindest, was ich darunter verstehe, auch das ist ja von Mensch zu Mensch verschieden. Ich finde aber, es ist kein Muss und man kann auch andere Wege leben und trotzdem respektvoll mit seinen Kindern umgehen.

Was ich überhaupt nicht ausstehen kann: Wenn mein Kind mir vorm Einschlafen im Bett erzählt, der Nikolaus habe in sein goldenes Buch geguckt und gesagt, was sie alles nicht gut macht (Aufräumen zum Beispiel). Echt mal, da geht mir schon die Pumpe, wenn ich nur dran denke. Der Rahmen ist jetzt egal, ich möchte keinen bloßstellen oder öffentlich anprangern.
Ich habe also meiner Tochter ein paar Takte dazu gesagt, unter anderem, dass es niemanden gibt, Nikolaus oder sonstwen, der sie irgendwie beobachtet und immer weiß was sie tut, sondern dass ihm das Erwachsene sagen. Und, dass in unserer Familie der Nikolaus sowas nie machen wird und ich möchte, dass wir uns gegenseitig direkt sagen, wenn uns etwas stört.

Was ich ihr nicht gesagt habe ist,wie armselig ich das finde, wenn Erwachsene meinen, Fantasiefiguren erfinden zu müssen, um Kinder zum Gehorchen zu bringen. Und dass ich es nicht für langfristig zielführend halte, wenn Kinder etwas nur aus Angst vor dieser Fantasiefigur unterlassen.

So.

WMDEDGT Dezember 2019

Schon das letzte Mal für 2019, hui! Mehr gibt es wie jeden Monat bei Frau Brüllen.

5:00 K2 ist wach. Meh.

5:30 K2 ist immer noch wach, ich bin dezent genervt und der Mann geht mit ihr nach nebenan, damit K1 und ich nochmal schlafen können. Wir schlafen tatsächlich ein bzw. weiter.

7:30 Hupsi. Verschlafen. K1 schläft immer noch. Ich mache K2 und mich im Eiltempo fertig und wecke dann K1. Die ist erst gut gelaunt, aber dass wir uns jetzt beeilen müssen, gefällt ihr überhaupt nicht. Letzten Endes war heute der erste Tag, an dem wir ein halbangezogenes Kind (in eine warme Decke eingepackt) ins Auto verfrachtet haben, aber wir mussten wirklich los. Notiz an mich: Sowas nicht ankündigen, wenn ich selbst nicht 2 Kinder tragen kann. Zum Glück konnte der Mann helfen. Mein Fazit: Die Methode klappt nur bei mindestens einem Erwachsenen pro Kind oder wenn das Auto direkt neben der ebenerdigen Wohnungstür parkt, aber nicht bei einem Erwachsenen, 2 Kindern und 2 Etagen Treppen. Zumindest bei mir nicht.

8:30 Ich fahre mit K2 einkaufen. Das klappt ziemlich easy. K2 verdrückt währenddessen eine halbe Banane.

10:00 Die Einkäufe sind verräumt und wir gehen eine Runde im Kinderzimmer spielen.

11:00 Ich mache mich ans Mittagessen, als der für morgen angekündigte Elektriker anruft und fragt, ob er heute schon kommen könne. Kann er. Unser Problem ist schnell gelöst und wir haben jetzt zwei neue Glühbirnen. Also, LED, Leuchtmittel, Dings halt.

11:30 Mittagessen und Mittagsschlaf für K2. Zum zweiten Mal seit… ihrer Geburt bringe ich sie ohne Stillen oder Milchflasche ins Bett. Das klappt ziemlich gut. Flasche mit warmem Wasser und Schnuller sind auch okay, sodass sie nach 5 Minuten schläft.

12:00 Ich räume ein wenig auf, putze das Bad und ruhe mich kurz aus.

13:45 K2 wacht auf! Wir spielen nochmal kurz und ziehen uns dann an.

14:30 Los geht’s zu den Großeltern. K2 läuft derzeit so gerne und mag es überhaupt nicht, angeschnallt zu werden, also versuche ich, die paar hundert Meter bei Wintersonne zu Fuß zu gehen. Das klappt fantastisch, K2 gluckst und quietscht, als sie sich traut, meine Hand loszulassen, und wirkt sehr zufrieden mit sich.

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14:45 Bei Oma und Opa treffen wir K1 und machen uns ans Plätzchen ausstechen, backen und verzieren. Irgendwann kommt der Mann von der Arbeit dazu und wir gönnen uns Pizza zu Abend.

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19:00 Wir laufen nach Hause – K2 wieder komplett zu Fuß. Zu Hause ist sie fix und fertig und der Mann bringt sie gleich ins Bett. Ich mache mich mit K1 an unsere Nikolausvorabendtradition: Wir packen für jeden Nachbarn im Haus ein Tütchen mit Keksen, die ich dann Abends vor den Wohnungstüren verteile.

20:00 K1 ist bettfertig, möchte aber unbedingt noch spielen, malen, alles. Als ich sie dann endlich ins Bett bugsiert habe, schläft sie in Rekordzeit ein.

21:00 Wäsche. Keinen Bock, aber muss ja.

21:30 Sofa! Noch eine Folge The Walking Dead, Bloggen, dann Bett.

Gute Nacht!

Kommunikativ

So lange wie heute war ich zuletzt im… Juli allein mit K2. Bevor die Kita für sie anfing. Heute halt wegen Krankheit, wobei sie heute höchstens noch ein Mal leichtes Fieber hatte und ansonsten fit war, aber ich denke trotzdem, die Ruhe tut ihr da gut.

Mir ist heute, wo ich mich ganz auf sie konzentrieren konnte, so richtig bewusst geworden, wie viel dieses Kind schon verstehen und kommunizieren kann. Worte kann sie noch nicht so viele – Mama, Papa, K1, Nein, Nane (Banane), Nana (ihr Kuscheltier), und noch ein paar. Anstatt „Ja“ zu sagen, kann sie jetzt nicken, und zwar auf eine unfassbar knuffige, kaum in Worten zu beschreibende Weise. Ganz langsam und konzentriert. Zum „Nein“ den Kopf schütteln geht auch schon.

Heute gab sie mir also mehrfach zu verstehen, dass sie an irgend etwas dran wollte, und ich fragte: Möchtest du trinken? – NEI! – Möchtest du Banane essen? – NEI! – Möchtest du die Duplo-Figur haben? – *Zeigefinger senkt sich, Blick wird konzentriert, Kind nickt* – *Kind bekommt Duplo-Figur und grinst breit vor Freude, sich mitteilen zu können*

Hach, ist das toll. Ich glaube,ich habe das schonmal geschrieben, aber es fällt mir ziemlich schwer, mit Kindern umzugehen, die so groß sind, dass sie schon eigene Ideen und Wünsche haben, aber noch zu klein, um zu sprechen. Für mich ist dieser Entwicklungsschritt also ein großer, der mir vieles leichter macht. Zu realisieren, dass sie mich da gerade wirklich verstanden hat, und zwar in ähnlichen Situationen immer wieder über den Tag verteilt, finde ich grandios.

So waren wir also heute spazieren, Brötchen kaufen, Blazer in die Reinigung bringen, Briefmarken holen, ich habe Küche und Bad geputzt, Mittagessen gemacht, Mittagsschlaf (sogar ohne zu Stillen, yay!), weitergespielt, mit Duplo, Holzeisenbahn, Quatsch mit der Selfiekamera des Handys gemacht, Medikamente verabreicht… dann noch zu viert Abendbrot gegessen und jetzt bin ich platt.