Erzbahntrasse

Unsere erste Fahrradtour ist geschafft!

Ich habe hier meine ganzen Teeniejahre verbracht und viele Fahrradtouren gemacht, aber so eine tolle Strecke gab es zu der Zeit noch nicht. Wir sind nämlich ein Stück der Erzbahntrasse gefahren, die als Fahrradweg erst in den 2000ern ausgebaut wurde. Da mussten wir natürlich erstmal hinkommen, also doch erstmal über die Hauptstrasse und „lustige“ Fahrradwegkonstruktionen, aber als wir erstmal da angekommen waren erhöhte sich schlagartig die Fahrraddichte, und das nicht ohne Grund. Dieser Fahrradweg ist wirklich exzellent ausgebaut: Viel Grün, toller Untergrund, kaum Autoverkehr, kaum Fußgänger und ganz viele Brücken, sodass die Strecke kein dauerndes Auf und Ab ist. Wirklich sehr, sehr toll!

Etwas… äh… suboptimal war, dass wir uns eigentlich eine kürzere Strecke für den Anfang rausgesucht hatten und, ähm, die 6 Kilometer, die ich gestern angesagt hatte, waren wohl doch nur eine Teilstrecke, es waren dann 23. Hupsi. Das war anstrengend. Durchaus schaffbar, aber eben ohne Training und mit Kindern auf dem Rad schon eine ordentliche Hausnummer. Ich muss aber sagen, mit K2 und „Bababa! Graaah! Mama! Dadada!“ hatte ich den dankbareren Beifahrer als K1 mit „Papa? Warum fährst du so langsam? Warum hat uns der gerade überholt? Du trittst zu schnell!“. Naja. K1 fand im Nachhinein die Fahrradtour ganz toll, aber das kann ja kein Dauerzustand sein. Übrigens: Fahrradtouren planen mit spezialisierter App ist schon was sehr tolles, und die Navigation funktioniert auch.

Wieder zu Hause gab es also erstmal eine kleine Stärkung und dann einen ruhigen Nachmittag für alle. K2s neues Lego Ninjago ist angekommen, das musste selbstverständlich unverzüglich aufgebaut werden:

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Außerdem noch Wasserplantschen auf dem Balkon, Pokémon spielen, Malen, Duplo, Spielküche… ich konnte mein altes Fahrrad endlich verkaufen und wir haben uns alle beim Grillen die Bäuche vollgeschlagen. Jetzt: OITNB.

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Team No Sleep

Hmpf, irgendwie ist beim Schlafen gerade der Wurm drin.

Noch Fragen? *Gähn*

*Dafür* waren die Augenringe gar nicht sooo schlimm:

Auf der Arbeit war ich wieder um Punkt sechs und wurde mit einem grandios farbenfrohen Sonnenaufgang belohnt. Im Büro sind Ostfenster doch was Feines.

Als der Rest der Belegschaft eintrudelte, habe ich auch noch mit dem Chef und den Kollegen gesprochen und bekomme jetzt, wo ich wieder auf 30 Wochenstunden aufstocke, ein neues Aufgabenfeld dazu. Etwas weniger Dienstreisen, etwas mehr Formulare und Qualitätskontrolle. Das wird interessant!

Nachmittags hatten wir einen Friseurtermin, der Undercut hat seinen Namen jetzt wieder verdient. Zu Abend wie immer Pfannkuchen und jetzt schaue ich noch eine Folge OITNB.

Schnipsel

Heute:

Pünktlich um 6 auf der Arbeit gewesen, um ebenso pünktlich Feierabend zu machen: K1 hat nämlich am Singkreis der Kita teilgenommen und heute war das Abschlusskonzert. Das haben die Kinder richtig klasse gemacht!

Es wird doch nochmal warm, deswegen haben wir vorm Schlafen auf K1′ Wunsch noch einen gemütlichen Abendspaziergang gemacht und, als die Kinder im Bett waren, bei Sonnenuntergang auf dem Balkon gesessen.

Ansonsten… Tja, immer noch müüüde. Interessant aber, dass die Schlafdaten des Fitnessbands durchaus zu meiner empfundenen Müdigkeit passen. Durchschnittliche Schlafzeit diese Woche: 4:28h.

Me-time

Heute war also der Tag, wo beide Kinder zum ersten Mal gemeinsam in der Kita abgegeben UND abgeholt wurden! Whoop whoop!

Das mag jetzt so klingen, als sei ich einfach nur froh, Zeit für mich zu haben. Ein bisschen stimmt das auch – das erste Babyjahr war auch beim zweiten Mal wieder wunderschön, aber eben auch unglaublich intensiv und anstrengend. Da tut – zumindest mir – ein bisschen Zeit alleine echt gut. Natürlich gibt es aber auch die andere Seite: Diese drei Tage pro Woche alleine mit der Kleinen, wo ich mit ihr einfach zusammen war und vieles erlebt habe, die werde ich vermissen. Ich werde weniger von ihr mitbekommen, obwohl sie noch so klein ist, noch nicht laufen kann, gerade beginnt die ersten Worte zu sprechen. Aber ich bin überzeugt, dass sie dort, wo sie dann ist, gut aufgehoben ist und mir die erhöhte Stundenzahl auf der Arbeit gut tun wird!

Heute war ich jedenfalls einfach allein beim Möbelschweden. Einfach schlendern, mich inspirieren lassen, Mittag essen, Kleinkram kaufen.

Ansonsten habe ich diese Woche schon viel erledigt: Babyzubehör für zusammengerechnet 300 Euro über Kleinanzeigen verkauft, Termine vereinbart und verschoben, die Wohnung auf Vordermann gebracht, neue Schuhe für K1 organisiert, endlich am Projekt™ weitergearbeitet. Also doch auch ziemlich produktiv.

Morgen beginnt meine Mini-Arbeitswoche zum vorletzten Mal und ich bin sowas von müde: 7 Stunden Schlaf in zwei Nächten, uff! Ansonsten komme ich in den letzten 2 Wochen aber auch selten über fünfeinhalb Stunden Schlaf hinaus. Hmpf. Zu viel zu tun für zu wenig Tag.

Zwei Kitakinder

So, ich verkünde vorsichtig: Es ist geschafft! K2 ist erfolgreich eingewöhnt und hat in der Kita gegessen und geschlafen!

Zum ersten Mal habe ich also heute gleichzeitig beide Kinder abgeholt. Ein tolles Gefühl, auch wenn ich K2 nach der langen gemeinsamen Zeit schon ein wenig vermissen werde.

Übrigens, als Beruhigung für andere Eltern, die vielleicht ähnlich denken wie ich bei K1, und befürchten, dass das Kind woanders auch nur auf dem Arm einschlafen kann, wenn man es zu Hause so macht: K2 schläft bei mir immer stillend ein (und fordert das auch ein), beim Papa liegt sie meistens im Arm und in der Kita… hat sie sich ganz interessiert im Bett stehend alles angesehen, beobachtet, wie die anderen Kinder sich hinlegten, wie das Rollo heruntergelassen und ein Schlaflied angemacht wurde… hat sich auf den Bauch gelegt und ist ohne einen einzigen Ton eingepennt.

Das – Disclaimer! – soll jetzt nicht heißen, dass das bei allen Kindern so geht, wenn man alles „richtig“ macht, sondern dass es bei uns eben so war. Dass bei uns jegliche Befürchtungen unbegründet gewesen wären. Bei anderen Kindern kann das anders sein, aber mir hätte das bei K1 sehr geholfen, was ich jetzt kann: Auf das Kind schauen, nichts als gegeben oder zwangsläufig hinnehmen. In diesem Fall: Nicht versuchen, das Baby schon bei sich mit möglichst großer Distanz einschlafen zu lassen,“weil sie es ja bis zur Kita lernen muss“. Wenn man das von sich aus will, ist das wieder was anderes. Ich habe einfach jedes Einschlafkuscheln uneingeschränkt genossen, weil ich es mag. (Herrje, ich hoffe, ich trete damit keinem auf die Füße, das ist so ein persönliches und individuelles Thema. Für mich ist es halt so, wenn es für Sie anders ist dann ist es halt so und ich erlaube mir kein Urteil darüber.)

Nach dem langen Kita-Tag habe ich dann eine wunderschöne Stunde mit beiden auf dem Spielplatz verbracht, bevor es zu einer Familienfeier ging.

Gute Nacht zusammen!

Doppelkitamontag

K2 war natüüürlich schon um fünf wach heute morgen, gähn. Das war der Tag gestern trotzdem Wert.

Heute endlich wieder Kitaeingewöhnung! Ich hatte trotz der einwöchigen Unterbrechung mit wenig Problemen gerechnet und sollte Recht behalten.

Ich lieferte K1 ab, ging eine Runde mit K2 und brachte sie dann ebenfalls in ihre Gruppe. Sie kuschelte gleich mit der Erzieherin und wir beschlossen, es einfach mit dem Mittagessen zu probieren. Eine Viertelstunde später stand ich dann zum ersten Mal zu Hause, beide Kinder in der Kita. Wow!

Um 12 holte ich sie dann ordentlich müde ab und morgen werden sie dort versuchen, sie zum Mittagsschlaf hinzulegen. Das wäre prima, wenn das klappt!

Ansonsten so: Auf meinem morgendlichen Spaziergang habe ich ein paar einzelne Stifte besorgt, um K1′ Maltablett komplett mit Stiften zu bestücken. Et voila:

In der kinderfreien Zeit habe ich mich hauptsächlich um ein paar Kleinanzeigen-Verkäufe gekümmert. K1 wird groß, hach. Aber ich bin schon auch sehr froh, dass hier wieder einiges an Kram aus der Wohnung verschwinden kann.

Dann bin ich mal gespannt, wie das Schlafen morgen klappt!Diese und nächste Woche haben wir noch Zeit für die Eingewöhnung, bevor wir unsere Arbeitsstunden eine weitere Stufe aufstocken. Aber da sehe ich momentan überhaupt kein Problem.

Wochenende: Explorado eskaliert

Plan: Wegen Regenwetters die Kinder Vormittags im Explorado-Mitmachmuseum lüften, nachmittags bissel spielen, Sachen in die Kleinanzeigen einstellen, nächste Woche vorbereiten, Bett neu beziehen etc.

Realität: Woaaah, ist das cool hier, jetzt ist es schon nach 3, wenn wir jetzt fahren, pennen die Kinder und sind abends bis sonstwann auf, wie bleiben einfach bis Abends!

Tjoa, ich bereue nichts. Das war toll! Im Erdgeschoss gab es nämlich eine Bricklive-Veranstaltung, was wie vorher gar nicht wussten, aber ich schrieb es schon gestern, für Lego sind wir immer zu haben. Thema war Star Wars, es gab viele tolle Modelle und Mosaike zu bewundern, aber am meisten Spaß hatten wir ehrlich gesagt hiermit:

Eine Bällebadähnliche Fläche von irgendwas um die 3×5 Meter kleinkindkniehoch voll mit grünen 2×4 Steinen. Was da über den Tag alles für Bauwerke entstanden sind! Und faszinierend, dass nur ein Steinetyp und eine Farbe die Kreativität beim Bau nicht einschränkt, sondern im Gegenteil noch erhöht!

Ich glaube, wenn wir K1 nichts von der weiteren Ausstellung gesagt hätten, sie hätte den Besuch trotzdem schon super gefunden, wenn sie nur 5 Stunden Lego gebaut hätte. Das Mittagessen war okay, wir mussten unangenehm lang aufs Essen warten, während die Kinder vor Hunger und Langeweile entweder kreischten, sich im Kreis drehten und windeten oder sonstige für Eltern eher unangenehme Dinge taten. Dann dauerte es einige Überzeugungsarbeit, bis K1 sich vom Lego weglocken ließ und dann gleich am nächsten Gerät weitere 10 Minuten hängen blieb. Und so weiter. Aber wenn das schwierigste ist, das Kind zur nächsten Station zu locken, spricht das ja eher für das Museum. Am Ende haben beide Kinder, sogar K2, unheimlich viel ausprobiert, sind an mancher Station schnell vorbeigehuscht, haben an anderen viel Zeit verbracht und waren teils sehr eifrig dabei. Impressionen:

Dach decken
Vulkanausbruch!
„Fossilien“ ausgraben, richtig mit Pinsel. Haben die mich gerade alt genannt?!? Knochen gab es da aber auch auszubuddeln.

Am Ende des Tages waren wir dann alle ordentlich erschöpft und wir konnten nach der Heimfahrt die Kinder direkt ins Bett tragen.

Dass wir das Betten beziehen heute nicht mehr geschafft haben, ist übrigens nicht so tragisch. Als ich der schlafenden K2 nämlich die Lederpuschen auszog, rieselte der Rest des Sandes aus der Fossilienausgrabung nämlich auf unsere Matratze. In diesem Sinne: Gute Nacht *knirsch*

Wochenende: Lego und Shopping

So langweilige Tage können ja auch sehr schön sein, besonders nach einer derart ereignisreichen Woche.

Ich war mit K2 um fünf wach, habe schon Proviant gepackt (die Yumbox mit Obst und Gemüse, Knabberbrezeln, Wasser) und als der Rest des Haushalts wach war, brauchten wir uns, als es endlich spät genug war, quasi nur noch anziehen und losgehen.

Die Wartezeit verbrachten wir mit der Lektüre des Lego-Katalogs, da K1 urplötzlich auf den Ninjago-Zug aufgesprungen ist, in der Kita ist das wohl großes Thema gerade. Sehr faszinierend. Wir werden von Skylor gerade konsequent nur noch mit Lloyd und Nya angesprochen. Pokémon sind ebenfalls noch hoch im Kurs. Aber unser Lego-Katalog ist noch von 2018! Das geht gar nicht! (Und Bilder vom UCS Millennium Falcon habe ich hier auch noch nicht gezeigt.) Wie sich das gehört, möchte K1 durchschnittlich so 1-2 Sets pro Doppelseite haben. Nunja, bis zum Geburtstag ist es noch ein wenig hin, vielleicht kristallisiert sich ja noch eine Präferenz heraus. Ein recht günstiges Set mit Figuren von Skylor, Nya und Lloyd haben wir jedenfalls schon online bestellt. Sowas will unterstützt werden!

Im örtlichen familienfreundlichen Einkaufszentrum haben wir also den halben Tag verbracht, gegessen, die Kinder auf den Spielplatz geschickt, sind abwechselnd kurz alleine losgezogen. Ich etwas länger, ich habe nämlich im Sale sehr günstig noch einen Bikini, T-Shirt und Jogginghose erstanden, alles zusammen für 15 Euro, dafür hätte ich zum Normalpreis gerade mal das T-Shirt bekommen. K1 hat sich in einen Rock unsterblich verliebt (as in: 10 Minuten vor der Kasse stehen und betteln, wann wir endlich bezahlen kommen, weil sie ihn so, so gern anziehen wollte). Außerdem bekam sie wie geplant so eine Maltasche mit einer Klemmvorrichtung für Papier und Gummilaschen für Stifte, da ihr alter geliebter Maltisch im Moment mit K2 nicht so recht „funktioniert“. Soll heißen, sobald K1 malen möchte, schleicht sich K2 an, will die Stifte runterschmeißen und auf K1 krabbeln. Die Mappe steht jetzt am Esstisch und da kommt K2 nicht hin. K2 ist übrigens auch zum ersten Mal gerutscht, trägt jetzt K1′ alte Ruhrpott-Lederpuschen (Foto folgt), kann selbst auf das Rutschauto klettern und die Beinchen sind gerade lang genug, um sich selbst abzustoßen.

Joa, war schon schön heute. Nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen, aber eben alles… schaffbar und insgesamt echt schön. Vor zwei Jahren waren wir gerade von unserem Frankreich-Urlaub zurück, das war nur wenige Wochen bevor ich mit K2 schwanger wurde. Daran kann ich mich noch genau erinnern. Und jetzt wuselt hier dieses kleine Kind herum.

Wieder zusammen

Heute Vormittag wurde K2, 24 Stunden fieberfrei, aus dem Krankenhaus entlassen.

Ein Notfallmedikament mehr im Arzneischrank und ein Termin zur Nachuntersuchung sind, was bisher bleibt. Hoffen wir, dass das alles ist.

Ausgiebig gekuschelt, ausgepackt,eingekauft, K1 extra früh aus der Kita abgeholt. Seitdem sind wir zu viert und unendlich froh, alle wieder zusammen zu sein!

Jetzt machen der Mann und ich das, was wir eigentlich Montag Abend vor hatten: Die letzte Staffel OITNB anfangen.

Deswegen halte ich mich heute hier kurz und freue mich einfach an meiner wieder vollständigen Familie.